- Der FC Basel unterliegt Viktoria Pilsen am letzten Spieltag der Ligaphase der Europa League zuhause mit 0:1.
- Der Schweizer Meister ist beim Debüt von Stephan Lichtsteiner an der Seitenlinie offensiv zu ungefährlich.
- YB verliert in Stuttgart unglücklich mit 1:2 und scheidet ebenfalls aus der Europa League aus.
Es hätte schon viel zusammenpassen müssen, dass sich der FC Basel am letzten Spieltag der Ligaphase der Europa League noch unter die Top 24 verbessert und sich damit für die K.o.-Phase qualifiziert. Ein eigener Sieg war Pflicht, dazu hätten diverse Ergebnisse auf anderen Plätzen für den FCB sprechen müssen. Doch zum Coup kam es nicht – letztlich einzig deshalb, weil die Basler ihre Hausaufgaben nicht erledigten und Viktoria Pilsen mit 0:1 unterlagen. Mit einem Sieg wäre Basel tatsächlich noch in die Playoffs gekommen.
Die Niederlage des Schweizer Meisters beim Debüt von Stephan Lichtsteiner als Trainer war verdient. Pilsen brachte mehr Energie auf den Platz und spielte sich in der Offensive mehr Chancen heraus. Das fällige 1:0 erzielte Jiri Panos in der 39. Minute. Der 18-jährige Mittelfeldspieler genoss nach einer Ecke viel zu viele Freiheiten und schoss aus wenigen Metern volley ins Netz.
Kaum Chancen
Vor dem Tor der Tschechen war es in der 1. Halbzeit nur einmal gefährlich geworden, als Sampson Dweh eine scharfe Hereingabe fast ins eigene Tor gelenkt hätte. Auch mit der drohenden Niederlage verbesserten sich die Basler Angriffsbemühungen nur spärlich. Philip Otele verpasste nach einem langen Ball den Abschluss (51.), Jeremy Agbonifo brachte keinen Druck hinter seinen Kopfball (74.). Und Xherdan Shaqiri vergab in der Nachspielzeit ungewohnt freistehend.
Die Tschechen waren nach dem Seitenwechsel zwar auch weniger aktiv, blieben aber zielstrebig. Der wirblige Cheick Souaré traf in der 60. Minute zum vermeintlichen 2:0, stand dabei aber knapp im Abseits. Ansonsten wurde Mirko Salvi, der in der Pause für den angeschlagenen Marwin Hitz eingewechselt wurde, nicht geprüft.
Schweizer liegen Pilsen
Mit dem 0:1 im St. Jakob-Park endet Basels europäische Saison mit einer verdienten, aber unnötigen Niederlage. Besonders bitter ist natürlich der Umstand, dass ein Sieg sogar für das Weiterkommen gereicht hätte. Für Lichtsteiner steht noch einiges an Arbeit bevor, die sich aber ab nun auf das nationale Geschäft konzentrieren wird.
Pilsen hingegen schafft als 14. souverän den Sprung in die K.o.-Phase. Dort werden sie auf kein Schweizer Team treffen können, denn auch YB ist ausgeschieden. Das könnte die Tschechen ärgern: Bevor sie Basels Europa-Abenteuer beendeten, hatten sie im Juli bereits Servette in der Qualifikation aus dem Rennen für die Champions League genommen.
So geht's weiter
Für Basel geht's in der Super League am Sonntag gegen Leader Thun. Ein Sieg ist fast Pflicht, wenn sich der FCB nicht aus dem Meisterrennen verabschieden will. Am Mittwoch folgt dann der nächste Kracher: Der Cup-Viertelfinal auswärts in St. Gallen.