- YB scheidet nach einer 2:3-Niederlage in Stuttgart in der Europa League in der Ligaphase aus.
- Die Berner kommen nach einem 0:2-Rückstand zurück und kassieren den entscheidenden Gegentreffer erst in der 90. Minute.
- Auch für Basel ist das Abenteuer Europa League nach der Ligaphase zu Ende.
Das kriselnde YB hat die nächste ganz bittere Pille zu schlucken. Trotz einer vor allem in der 2. Halbzeit starken Leistung gegen den VfB Stuttgart scheiden die Berner in der Europa League in der Ligaphase aus. Den entscheidenden Nackenschlag kassierte das Team von Trainer Gerardo Seoane erst in der 90. Minute. Nach einem Konter schob Chema Andres am zweiten Pfosten zum 3:2 für das Heimteam ein.
Ein 2:2 hätte den Bernern für ein Weiterkommen gereicht. Die Niederlage spülte YB aber noch aus den Top 24 und besiegelte damit das Out. Aufgrund des schlechteren Torverhältnis müssen die Young Boys dem punktgleichen Brann Bergen den Vortritt lassen.
Das Ausscheiden ist aus Berner Sicht umso bitterer, weil die Gäste in der 2. Halbzeit mehrheitlich den Ton angegeben hatten. Der bemitleidenswerte Sergio Cordova hatte den 3:2-Siegtreffer gleich zwei Mal auf dem Fuss, scheiterte aber kläglich. Auch Teamkollege Alvyn Sanches hatte davor zwei gute Chancen liegengelassen.
Ein Start zum Vergessen
Dass YB bis zum Schluss um den Sieg mitspielen wird, hätte man nach der Startphase nicht erahnen können. Nur fünf Minuten waren gespielt, da brachte Deniz Undav Stuttgart bereits in Führung. Wie so oft in dieser Saison blieb es nicht bei diesem einen Rückschlag für die Berner.
Kaum war die Partie wieder angepfiffen, lag der Ball erneut im Tor von Marvin Keller. Torschütze Undav spielte einen mustergültigen Pass in die Tiefe, den Ermedin Demirovic mit etwas Glück zum 2:0 für Stuttgart verwertete. YB hätte nach einer halben Stunde gut und gerne auch schon mit vier Längen in Rücklage liegen können, profitierte jedoch vom Chancenwucher des Heimteams.
Laupers Strich ins Glück
Weil Stuttgart danach etwas Tempo rausnahm, kam YB endlich im Spiel an. Während Chris Bedia den Anschlusstreffer noch knapp verpasste (35.), passte beim Abschluss von Armin Gigovic alles. Der Bosnier zog von der Strafraumgrenze ab und sorgte für das etwas schmeichelhafte 1:2 vor der Pause.
In der Kabine hatte Seoane offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Die Berner glaubten an ihre Chancen und wurden in der 57. Minute dafür belohnt. Das 2:2 von Sandro Lauper verdient das Prädikat «Weltklasse». Der Mittelfeldspieler nahm einen Eckball von Edimilson Fernandes direkt an und traf herrlich zum Ausgleich.
Nach dem Traumtor von Lauper blieb YB am Drücker und schnürte den Bundesligisten phasenweise in dessen Hälfte ein. Der Lucky Punch blieb «Gelb-Schwarz» aber verwehrt. Nicht so Stuttgarts Andres.