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Im Fan- und Freudentaumel Wenn sogar der Frankfurt-Präsident einen Partybefehl erteilt

Erst der Sensationssieg, dann das grosse Fest: Djibril Sows Frankfurt feiert in Barcelona vor 30'000 Fans – zum Ärger der Spanier.

Eine weisse Fankfurt-Wand mitten im Camp Nou.
Legende: Eine weisse Fankfurt-Wand Mitten im Camp Nou. Getty Images/Pedro Salado/Quality Sport Images

«Was für ein Team!», schreibt Djibril Sow auf Instagram, «eine unglaubliche Nacht in Spanien.» Der Schweizer Mittelfeldspieler konnte beim 3:2-Auswärtssieg von Eintracht Frankfurt gegen den grossen FC Barcelona wegen einer Knieverletzung zwar nicht mittun, die sensationelle Stimmung im Camp Nou elektrisierte Sow aber trotzdem.

Rund 30'000 Frankfurt-Fans waren mit nach Barcelona gereist und feierten mit ihrem Team eine wilde Halbfinal-Party, als hätten sie die Europa League bereits gewonnen.

Das 3:2 gegen den Weltklub aus Spanien verschlug den Eintracht-Akteuren zuerst kurzzeitig die Sprache. «Es gibt nicht so viele Worte, die beschreiben würden, wie man sich fühlt», betonte Goalie Kevin Trapp. Und die Fans? «Ich bin raus zum Warmmachen und dachte, ich bin in Frankfurt.»

Was folgte, war eine Lehrstunde für den fünffachen Champions-League-Sieger – auf den Rängen und auf dem Rasen. Die enorme Wucht aus dem Zusammenspiel von Mannschaft und Fans erwischte Barcelona eiskalt. Filip Kostic per Doppelpack und Rafael Borre mit einem Traumtor krönten die herausragende Leistung.

Bei Barça dagegen entlud sich der Frust vor allem darüber, dass Tausende Eintracht-Fans auch ausserhalb des Gästeblocks im katalanischen Fussball-Tempel Tickets erhalten hatten. Die Eintracht habe sich «wie zu Hause gefühlt», sagte Trainer Xavi. Auch Präsident Joan Laporta zeigte sich «besorgt, denn das, was geschehen ist, war eine Schande, die sich nicht wiederholen darf». Er schäme sich als Barça-Fan, dass dies so passiert sei.

Das nächste Fest in London?

Die Deutschen kümmerte das herzlich wenig. Selbst Eintracht-Präsident Peter Fischer erteilte einen Feierbefehl: «Heute ist ganz Barcelona in Frankfurter Hand. Heute feiern wir die grösste Party, die diese Stadt jemals gesehen hat.»

Weiter könnte die Party in England gehen. Im Halbfinal trifft das Team am 28. April zunächst auswärts auf West Ham United. «Ich bin mir ganz sicher, dass sich die Flüge nach London gerade schlagartig verteuert haben», sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann.

Sow fehlt auch gegen Union Berlin

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Mittelfeldspieler Djibril Sow wird Eintracht Frankfurt auch am Sonntag im Alltag der Bundesliga bei Union Berlin fehlen. Der Schweizer habe nach seiner Kniezerrung noch bei einigen Bewegungen Schmerzen.

Radio SRF 1, Abendbulletin, 14.04.22, 22:06 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Wunderbar zu sehen, was (echte) Fans ausmachen können. Singend, tanzend, feiernd, stehen sie wie eine Wand hinter ihrem Verein. Leider gibt es hier viele, die die Kurvenfans am liebsten einsperren möchten. Dumme Bünzlis, die bei jedem Kerzchen, dass im Stadion flackert, nach Gefängnis und Stadionsperren schreien.
  • Kommentar von Thomas Widmer  (Thomy19)
    Angenommen die Hälfte der 30‘000 Fans sind aus Deutschland mit dem Flugzeug nach Barcelona gereist (eine tiefe Annahme) und in ein grosses Flugzeug passen vielleicht 500 Menschen. Dann sind 30! Flugzeuge aus der Region Frankfurt nach Barcelona und zurück geflogen! Irgendwie schon verrückt, wenn man sich dies einmal vorstellt.
    Es waren wohl mehr als 30…
    1. Antwort von Reto Barbon  (Jonny B.)
      x 2.5 Herr Widmer. Auf dieser Strecke verkehren wohl keine A380, Super-Jumbos. Die Kapazitat bewegt sich da eher unter oder bei maximal 200 Passagieren. Sind also wohl 2x um die 150 Flüge und macht dann wohl 600‘000 liter Kerosin. Also 20 Tanklaster. Wohl mehr als der Bierkonsum.
  • Kommentar von Heinz Berger  (wedemeinsch)
    @Henchler. Ihr Frust über die Schweiz muss riesig sein. Frankfurt brilliert, aber Sie finde immer einen Grund, gegen die Schweiz wettern. Soll Ihnen gut tun.