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Emotionen beim Südafrikaner Torschütze Mokoena: Vom Gelbsünder zum Helden in Gelb

Teboho Mokoena erlebt im Spiel gegen Tschechien ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende erlöst er sich selbst mit dem 1:1.

Schon bei der Nationalhymne kullerten dicke Tränen, auch während des Spiels kamen bei Teboho Mokoena mehrfach die Emotionen hoch. Der Mittelfeldmotor Südafrikas erlebte beim 1:1 gegen Tschechien gleich eine Vielzahl bewegender Momente. «Ich war völlig überwältigt, ich dachte an meinen verstorbenen Grossvater», sagte der 29-Jährige, der auf dem Rasen in Atlanta die Hauptrolle spielte.

Erst verlor Mokoena wegen seiner zweiten gelben Karte des Turniers und der daraus resultierenden Sperre für das letzte Gruppenspiel gegen Südkorea die Fassung, dann wurde er mit seinem eiskalt verwandelten Handelfmeter zum Helden. «In diesem Moment habe ich einfach die Präsenz meines Grossvaters gespürt», sagte Mokoena. «Ich dachte, wenn er hier wäre, wäre er stolz auf mich, denn ich weiss, dass er an mich geglaubt hat, als niemand sonst an mich geglaubt hat.»

Forfait-Niederlage in der Quali verursacht

Doch die Gefühlslage war wegen seiner Sperre zwiegespalten. Gelbe Karten lösen bei ihm beinahe ein Trauma aus. Denn fast hätte Mokoena Südafrika die WM-Teilnahme gekostet. Vor dem Qualifikations-Spiel gegen Lesotho hatten weder er noch das Trainerteam berücksichtigt, dass er eigentlich gelbgesperrt war. Der 29-Jährige kam zum Einsatz, die Punkte gingen danach am grünen Tisch an Lesotho. Letztlich rettete sich «Bafana Bafana» mit einem Punkt Vorsprung auf Nigeria zur WM.

Die Aktion verfolgte Mokoena dennoch bis ins Privatleben, er und seine Familie waren lange Zeit wüsten Beschimpfungen ausgesetzt. «Ich wusste, dass so etwas in den Sozialen Medien passieren würde, aber als es zweimal im Einkaufszentrum passierte, traf es mich besonders hart», erzählte er zuletzt. «Als es mir direkt ins Gesicht geschleudert wurde, wusste ich, dass ich das für den Rest meines Lebens bereuen würde.» Er habe «harte Monate» erlebt.

SRF info, Sportlive, 18.06.2026, 17:30 Uhr ; 

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