«Das Resultat gefällt mir sehr, aber noch mehr die Art und Weise, wie wir es erzielt haben.» So äussert sich Nati-Direktor Pierluigi Tami am Tag nach dem 4:1-Sieg der Nati über Bosnien-Herzegowina.
«Ich habe eine solide Leistung gesehen. Wir sind wie oft in den letzten Spielen dominant aufgetreten.» Dies möchte Tami auch in den kommenden Partien sehen. «Diese Schweiz hat schon gezeigt, dass sie eine klare Idee hat, wie sie auf dem Platz stehen will. Mit dieser Philosophie und diesen Prinzipien wollen wir Fussball spielen.»
Mit Geduld gegen den «geparkten Bus»
Dass die Nati gegen Bosnien-Herzegowina so lange für den ersten Torerfolg brauchte, schreibt er der Defensivtaktik der Bosnier zu. «Wenn der Gegner alles zumachen will, seinen Bus quasi im Strafraum parkiert, wird es schwierig.» In solchen Phasen müsse man geduldig bleiben und den Ball zirkulieren lassen. «Dann kommen auch die Chancen.»
Tami würdigte das «präzise und saubere» Schweizer Defensivspiel. «Wir sind sehr mutig, pressen hoch. Oft stehen wir Mann gegen Mann an der Mittellinie. Mir gefällt das, und wir wollen das auch gegen Kanada oder gegen egal welchen Gegner machen.»
Defensivarbeit beginnt vorne
Den am Donnerstag geäusserten Befürchtungen von Abwehrchef Manuel Akanji, das Risiko könnte zu gross werden, widersprach der Nati-Direktor: «Wir müssen unser Prinzip auch gegen grosse Mannschaften verfolgen.» Das Problem sei nicht die Manndeckung hinten, sondern welcher Druck vorne ausgeübt werde. «Wenn wir mit hoher Intensität und Tempo spielen, gibt's hinten keine Probleme.»
Im Showdown um den Gruppensieg gegen Kanada am kommenden Mittwoch hofft Tami, dass der WM-Co-Gastgeber offensiv aktiver ist als die bisherigen Gegner. «Das könnte ein anderes Spiel für uns geben.» Zentral aus Sicht des Tessiners ist, «über 90 Minuten konzentriert zu bleiben».