- Kolumbien feiert gegen die Demokratische Republik Kongo in Guadalajara den zweiten Sieg im zweiten WM-Spiel.
- Lange beissen sich die Südamerikaner an der kongolesischen Defensive die Zähne aus. In der 76. Minute erzielt Daniel Munoz das entscheidende Tor zum 1:0.
- Die Kolumbianer sichern sich damit das Ticket für die Sechzehntelfinals.
- Im anderen Spiel der Gruppe K schlägt Portugal Usbekistan mit 5:0.
Nach dem überraschenden 1:1 gegen Portugal im Auftaktspiel machte die Demokratische Republik Kongo auch Kolumbien lange das Leben schwer. Die Südamerikaner verzweifelten Mal für Mal an der gut organisierten Defensive des Gegners. Bis sie den Abwehrriegel in der 76. Minute schliesslich knacken konnten.
Der offensiv eingestellte Aussenverteidiger Daniel Munoz kam nach einem Pass von Juan Quintero in den Strafraum von der rechten Seite angerauscht und bezwang Lionel Mpasi im kurzen Eck. Der Schuss wurde von Steve Kapuardi noch unhaltbar für den kongolesischen Goalie abgelenkt.
Vargas hält den Sieg fest
In der Folge mussten die Kongolesen offensiver spielen, um doch noch einen Punkt aus Guadalajara mitzunehmen. Dies öffnete wiederum den Kolumbianern mehr Räume im Angriffsspiel. Nur vier Minuten nach dem 1:0 traf Luis Diaz nach einem Konter zur vermeintlichen Entscheidung. Der Treffer zählte wegen einer Abseitsposition des Bayern-Angreifers jedoch nicht.
So schöpfte die Demokratische Republik Kongo weiter Hoffnung – und kam durch zwei Eckbälle in der Nachspielzeit zu gefährlichen Chancen. Torhüter Camilo Vargas, der zuvor kaum geprüft worden war, hielt den Sieg aber zweimal fest. Kolumbien brachte das 1:0 über die Zeit und feiert den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Damit führt das Team von Nestor Lorenzo die Gruppe K vor dem abschliessenden Duell mit Portugal an.
Animierte Partie in Mexiko
Die Partie in Guadalajara war von Beginn an eine unterhaltsame gewesen. Nach einem Kongo-Warnschuss in der ersten Minute suchte Kolumbien besonders in der Startviertelstunde vehement das erste Tor. In der vierten Minute konnte Munoz einen Abpraller bei Mpasi beispielsweise nicht im Tor unterbringen, in der elften Minute scheiterte James Rodriguez aus der Distanz am kongolesischen Schlussmann.
Gegen die tief stehende Fünferkette des Gegners griffen die kolumbianischen Angreifer häufig zu Weitschüssen. Mpasi, der sein Geld bei Le Havre in der Ligue 1 verdient, war allerdings stets zur Stelle. Immer wieder brachte der 31-Jährige seine Gegenspieler zum Verzweifeln – bis er in der 76. Minute doch noch hinter sich greifen musste.
So geht es weiter
Die Gruppe K findet in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit ihren Abschluss. Ab 1:30 Uhr kämpfen Kolumbien und Portugal in Miami um den Gruppensieg, die DR Kongo und Usbekistan messen sich zur gleichen Zeit in Atlanta.