Das 26 Spieler umfassende WM-Kader von Murat Yakin vertritt bei der Fussball-WM in den USA, Mexiko und Kanada die ganze Schweiz. Ein Blick auf die Herkunft der Akteure in der Nati verdeutlicht aber ein deutliches Ungleichgewicht: in Richtung Deutschschweiz und dem Kanton Zürich.
- Während mit Yvon Mvogo, Aurèle Amenda, Zeki Amdouni, Johan Manzambi, Dan Ndoye und Denis Zakaria nur sechs Spieler aus der welschen Schweiz den Cut ins Kader geschafft haben, stammen mit Gregor Kobel, Manuel Akanji, Nico Elvedi, Miro Muheim, Ricardo Rodriguez, Christian Fassnacht, Remo Freuler und Djibril Sow alleine acht Spieler aus dem Kanton Zürich.
- Die Kantone Basel-Stadt und -Landschaft, in den vergangenen Jahren stets wichtige Lieferanten von Schweizer Nationalspielern, haben dieses Jahr das Quintett Granit Xhaka, Breel Embolo, Noah Okafor, Cédric Itten und Eray Cömert am Start. Der grosse Kanton Bern hingegen ist nur mit zwei Spielern vertreten: Fabian Rieder und Aurèle Amenda.
- Die weiteren Akteure verteilen sich vor allem auf drei Zentralschweizer (Ardon Jashari, Luca Jaquez und Ruben Vargas) und zwei Aargauer (Marvin Keller, Silvan Widmer). Die Ostschweiz und das Tessin gehen bei der Kadernominierung leer aus. Immerhin stammen Goalietrainer Patrick Foletti und Direktor Pierluigi Tami aus der «Sonnenstube» der Schweiz.
- Ungleich verteilt sind auch die aktuellen Klubs der 26 WM-Fahrer. In der Schweiz spielen nur zwei Profis, beide bei YB: Keller und Fassnacht. Neun Spieler sind in der Bundesliga angestellt, je vier verdienen ihr Geld in der Premier League in England, in der LaLiga in Spanien und in der Serie A in Italien. Drei Nationalspieler sind in Frankreich engagiert.