Spanien und Deutschland haben je einen neuen Frauen-Fussball-Meister, wobei in beiden Fällen der neue auch der alte Champion ist.
- Barcelona mit Nati-Spielerin Sydney Schertenleib macht seinen bereits 7. Titel in Serie klar (und den 11. total). Ein 4:1 beim Lokalrivalen Espanyol Barcelona untermauert die nationale Vormachtstellung von Barça Femeni. Bei noch 4 verbleibenden Spielen hat der Weltklub uneinholbare 16 Punkte Vorsprung auf Real Madrid.
- Auch die deutsche Meisterschale ist vorzeitig vergeben – an die Spielerinnen des FC Bayern München. 3 Tage nach dem Titeltriumph der Männer tütet das Team von Trainer José Barcala mit einem 3:2-Sieg bei den Aufsteigerinnen des 1. FC Union Berlin den 8. Meistertitel insgesamt und den 4. de suite ein.
Lange und ausgiebig feiern werden beide Equipen nicht. Denn am Samstag kommt es im Camp Nou zum Rendezvous unter den Meisterinnen. Dann steht das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League an – aktuell können sie also beide noch vom Triple, bestehend aus Liga, Pokal und «Königsklasse» träumen.
Zwei Schweizer Parallelen
Bei den Katalaninnen kam die Schweizerin Schertenleib einmal mehr zu einem Einsatz in der Startelf und konnte sich 63 Minuten lang aufdrängen. Für die erst 19-Jährige ist es nun der bereits 2. Meistertitel in der Primera Division. Auf der Seite der Gegnerinnen trug sich mit Laia Ballesté eine Landsfrau in die Torschützinnenliste ein, indem sie nach 28 Minuten einen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich verwertete. Nach der Pause aber spielten die Gäste ihre drückende Überlegenheit aus.
Auch auf der letzten Etappe zur Meisterentscheidung in Deutschland war eine Schweizerin auf dem Rasen zugegen, nicht aber bei den jubelnden Münchnerinnen. Dafür hatte auch sie – wie Ballesté – eine Rolle als Skorerin: Die 20-jährige Lia Kamber erzielte in der 77. Minute den 2:2-Ausgleich (es war dies ihr 3. Bundesliga-Tor). Giulia Gwinn hatte aber nochmals eine Antwort bereit.