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Gleiche Einnahmen und Prämien im US-Fussball
Aus Fussball vom 22.02.2022.
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Einnahmelücke geschlossen Rapinoe und Kolleginnen am Ziel: «Equal Pay» im US-Fussball

Megan Rapinoe und ihre Mitstreiterinnen sind nach ihrem jahrelangen Kampf für gleiche Bezahlung durch den US-Fussballverband am Ziel.

Die Einnahmelücke zwischen Spielerinnen und Spielern ist geschlossen, auch Turnierprämien zum Beispiel für die WM sollen angeglichen werden. Die Übereinkunft muss allerdings noch unterzeichnet und von einem Gericht abgesegnet werden.

«Wir haben unsere Differenzen ausgeräumt und stehen stolz zusammen, um mehr Gerechtigkeit in den Fussball zu tragen», gaben die beiden Nationalteams in einem gemeinsamen Statement bekannt. «Diesen Tag zu erreichen, war nicht einfach. Wir erkennen das Erbe jener Frauen an, die dafür gekämpft haben, und widmen ihnen diesen Moment», heisst es. Die beiden Parteien einigten sich auf einen Vergleich. Der Deal beinhaltet 24 Millionen Dollar (2 davon fliessen in einen Fonds, der Spielerinnen nach der Karriere unterstützt) und damit rund einen Drittel der ursprünglich geforderten Summe.

WM-Prämien klaffen weit auseinander

Verbandspräsidentin Cindy Parlow Cone wies darauf hin, dass bezüglich Turnier-Prämien die Spielgewerkschaften gefordert seien, «bis die Fifa selbst gleichgestellt ist». Bislang bezahlte der US-Verband die Spielerinnen und Spieler entsprechend der erhaltenen Prämien des Weltfussballverbandes aus. Zahlte dieser für die Männer-WM 2018 400 Millionen Dollar aus (38 Mio. davon gingen an Weltmeister Frankreich), so erhielten die US-Weltmeisterinnen an der Endrunde 2019 4 von den total 30 Millionen budgetierten Prämien.

Besonders die politisch stark engagierte Starspielerin Rapinoe (36), zweimalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin, hatte sich seit Jahren für «Equal Pay» im US-Fussball eingesetzt. «Ich weiss, dass es Millionen Menschen auf der Welt gibt, die aufgrund ihres Geschlechts an den Rand gedrängt werden und in ihren Jobs das Gleiche erleben», sagte Rapinoe bei ihrem Besuch bei US-Präsident Joe Biden im Weissen Haus.

Rapinoe: «Fühlt sich grösser an als ein WM-Titel» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 23.02.2022.

Radio SRF 3, 22.02.2022, 16:30 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier  (~~õ~~)
    Dass die Prämien vom Verband angeglichen werden, ist absolut ok. Aber wieso sollen die Frauen die gleichen Löhne wie die Männer erhalten? Nur weil sie auch 90 Minuten Fussballspielen? Ne. Da steckt mehr dahinter, denn wer mehr vermarktet, kann auch mehr verdienen. Wo mehr Interesse und Geld dahinter, kann auch mehr verdient werden.
    1. Antwort von Dani Aeppli  (Dani Aeppli)
      Die Verbände vermarkten! Also sollen sie auch endlich den Frauenfussball gleich vermarkten! Das klappte beim Tennis auch! Nach Ihren Ansichten könnten es also Frauen im Sport nie zu etwas bringen, weil die Männer zuerst im Profigeschäft waren und somit die Verbände nicht gezwungen werden, bei den Frauen sich auch zu engagieren. Ist ja einfacher eine Geldmaschine einfach aufrecht zu erhalten, als etwas neues aufzubauen. Chauvinismus pur!
  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Ist das noch seriöser Journalismus? Leider nein. SRF verbreitet hier mutwillig und tendenziös eine einseitige und falsche Helden-Geschichte. Fakten und Vorgeschichte? Egal. Hauptsache man kann in das übers ganze Spektrum von Verzerrungen und Fehleinschätzungen geprägte Gleichstellungshorn blasen. Ein Medium sollte primär mal der faktischen Wahrheit verpflichtet sein, dieser Kontext fehlt hier komplett. Man muss sich wirklich frage wer hierbei die redaktionellen Entscheide trifft und freigibt.
    1. Antwort von SRF Sport (SRF)
      Guten Tag
      Das Thema scheint die Gemüter unserer User zu erhitzen. Der US-Verband hat die Einigung feierlich verkündet (siehe Tweet) und die Agenturen haben dies entsprechend vermeldet. Wir haben den Artikel etwas ergänzt. Die ganzen Hintergründe des Streits zu beleuchten, würde aber den Rahmen sprengen.
      Freundliche Grüsse
      SRF Sport
  • Kommentar von Marco Meier  (ma.meier)
    Die ewige Diskussion… Sollen Frauen im Fussball gleich viel verdienen? Natürlich nicht, das Interesse am Frauenfussball ist einfach viel geringer. Verdienen die Männer zu viel? Natürlich verdienen sie zu viel, jemand zahlt ihnen doch tatsächlich Löhne in Millionenhöhe für ein Spiel.
    1. Antwort von Didier Roques  (Roques)
      Grundsätzlich bin ich völlig mit ihnen einig. Nur dass in den USA die Spiele der Frauen viel besser besucht sind, als die der Männer. Logischerweise müssten dann die Frauen aber noch mehr als die Männer verdienen...
      Leider stimmt ihre Logik eben nicht
    2. Antwort von Dani Aeppli  (Dani Aeppli)
      Dann sollen die Verbände endlich schauen, dass die Frauen das gleiche Interesse bekommen. Champions-League Spiele gratis am Free-TV. Allgemein keine Konzessionsgebühren. Eine FIFA ist ein gemeinnütziger Verband. Also kann dieser das Geld der Männer an den Frauen ausschütten. In ein paar Jahren würde sich das ausgleichen!