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Riola Xhemaili im Porträt
Aus Sport-Clip vom 29.05.2021.
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FCB-Spielerin Riola Xhemaili Das grösste Schweizer Talent wechselt ins Ausland

Die erst 18-jährige Fussballerin Riola Xhemaili gilt als grosse Hoffnung. Nun macht sie den Schritt in die Bundesliga.

Beinahe wäre aus Riola Xhemaili eine Volleyballerin geworden. Auch darin war die Solothurnerin äusserst talentiert. Doch als sie mit 11 Jahren erstmals beim FC Solothurn trainierte, war der Fall klar: Rasen statt Halle. Zusammen mit Zwillingsbruder Rion bildete sie ein bekanntes und gefürchtetes Mittelfeldduo.

Der Fussball führte die Geschwister von Biberist nach Basel zum FCB. Riola gab mit erst 15 Jahren ihr Debüt in der obersten Schweizer Liga und spielt seit 3 Jahren bei den FCB-Frauen in der Women’s Super League. Zwilling Rion spielt mittlerweile bei der U18. «Unsere Bindung ist sehr eng. Wir telefonieren täglich miteinander und unterstützen uns gegenseitig», charakterisiert Riola das Verhältnis zum Bruder.

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Das vorerst letzte Saisonspiel von Riola Xhemaili in Rot-Blau gegen Servette-Chênois können Sie am Samstag ab 17:50 Uhr live auf SRF info und in der SRF Sport App mitverfolgen.

Idealer Zeitpunkt für den nächsten Schritt

Etwas hat sie ihm freilich voraus: Einsätze für das Schweizer A-Nationalteam. Im September 2020 debütierte Xhemaili für die Schweiz im EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien. Sie wurde eingewechselt für Ramona Bachmann – ausgerechnet! «Sie war mein Vorbild, schon, als ich ein kleines Mädchen war», sagt Xhemaili. «Ramona ist für mich eine Legende. Dass ich für sie eingewechselt wurde, ist ein Traum. Es gibt ehrlich gesagt kein schöneres Gefühl.»

Riola Xhemaili.
Legende: Von Biberist via Basel in die Bundesliga Riola Xhemaili. Freshfocus

Auch an der Europameisterschaft im nächsten Sommer möchte Xhemaili auf dem Platz stehen. Das ist ihr übernächstes grosses Ziel. Das nächste, den Wechsel ins Ausland, hat sie bereits erreicht: Offiziell ist es noch nicht, aber es soll vom FCB in die deutsche Bundesliga zum SC Freiburg gehen.

Der Zeitpunkt ist ideal, da die 18-Jährige diesen Sommer ihre dreijährige KV-Lehre bei der Basler Kantonalbank abschliesst. Als «grösstes Schweizer Talent» bezeichnet zu werden, sei natürlich eine schöne Belohnung, sagt Xhemaili, die 6 Mal pro Woche trainiert und «ihr ganzes Herzblut» in den Fussball steckt. «Aber genau hier muss ich weiterschrauben, damit es nicht nur beim ‹grössten Schweizer Talent› bleibt und ich mich irgendwann europäisch etablieren kann.»

Ab diesem Sommer kann Xhemaili sich nur noch auf den Fussball konzentrieren – auf das, was sie am liebsten tut: «Am glücklichsten bin ich, wenn ich auf dem Platz stehe und einfach spielen und Freude haben kann. Das ist meine Leidenschaft.»

SRF info, sportlive, 19.5.21, 19:55 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Frauenfussball wird immer ein Nischenprodukt bleiben, was sich auch trotz aller staatlichen und verbandstechnischen Bemühungen immer wieder zeigt. Die WM allein macht halt nicht den Alltag. Gut wird jetzt auch im Sport über die Meisterschaften, die Championsleague ect. berichtet, die Zahlen bei aktiven Zuschauern, Sponsoren ect. in den Ligen bleiben aber äusserst bescheiden. Ohne die Querfinanzierung u. Förderung der Clubs sähe es noch bescheidener aus. Da brauchts noch mehr Qualität u. Speed.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Meier, Frauenfussball ist kein "Produkt" und erst recht nicht ein "Nischenprodukt". Frauenfussball ist eine Sportart, welche von Mädchen und Frauen mit viel Freude und Einsatz betrieben wird. Wichtig ist sind dabei nicht philosophierende Konsumenten auf dem Sofa wie Sie offenbar einer sind. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, ist deshalb nicht von Bedeutung.
    2. Antwort von Beat Kündig  (sternenwanderer)
      Frauenfussball ist nicht schlechter! Er ist anders. Frauen spielen weniger schnell, aber schöner. Vielleicht gleicht es sich auch aus, weil sie sich weniger auf dem Boden wälzen, wenn sie mal gefoult werden. Ich sehe Frauenfussball auf jeden Fall entspannter als Männerfussball. Ich habe an einem Grümpelturnier mal gegen eine Frau aus der obersten Liga gespielt. Auch wenn es der Frauenfussball täuschen mag: Ich habe uralt ausgesehen. Das war der Zeitpunkt, als ich meine Meinung geändert habe.
  • Kommentar von Samet Bedija  (Albaswiss)
    Bravo Cousine weiter so! Wir sind stolz auf dich, verfolgen und unterstützen jeden weiteren Schritt von dir.