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Die USA schalten England aus
Aus Sport-Clip vom 02.07.2019.
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«From zero to hero» Alyssa Naeher zeigt’s allen Kritikern

Die US-Torhüterin galt als Schwachpunkt ihres Teams. Nun ist sie der gefeierte Star.

Es ist eine dieser Geschichten, die nur der Sport schreiben kann. Sie handelt auch von einem grossen Star mit klingendem Namen. Hope Solo war in den USA und im Frauenfussball allgemein eine Ausnahmeerscheinung.

Überzeugend auf dem Feld, mit grossen Auftritten neben dem Rasen. Ein gefeierter Star auf Social Media, regelmässiger Gast in TV-Shows und auf roten Teppichen. Kurz: Keine Person, die man sich als ideale Vorgängerin vorstellt, weil man im Vergleich nur verlieren kann.

Das Instagram-Profil von Hope Solo.
Legende: Fast eine Million Follower Das Instagram-Profil von Hope Solo. Screenshot SRF

Wie Alyssa Naeher. Nach den Olympischen Spielen 2016 wurde sie die neue Nummer 1 im Tor der USA. Nicht unumstritten. Vereinzelte Patzer schadeten ihrer sportlichen Reputation, der Hang zur Show ging ihr im Gegensatz zu Solo gänzlich ab.

Als die USA in die WM in Frankreich starteten, galt Naeher als einer der wenigen Schwachpunkte im US-Team. Zwei grobe Fehler im Gruppenspiel gegen Chile und im Achtelfinal gegen Spanien schienen die Kritiker zu bestätigen.

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Der Fehler von Naeher gegen Spanien
Aus Sport-Clip vom 24.06.2019.
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Vom Schwachpunkt zum Matchwinner

Doch im Halbfinal gegen England wuchs Naeher über sich hinaus. Eine starke Parade in der 1. Halbzeit und vor allem ein gehaltener Penalty 5 Minuten vor Schluss machten sie zur umjubelten Matchwinnerin für ihr Team.

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Naeher hält den Sieg für die USA fest
Aus sportlive vom 02.07.2019.
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«Mir geht es nicht um Vergleiche», sagt Naeher auf Solo angesprochen. «Es geht darum, wie ich diesem Team helfen kann, diese WM zu gewinnen», sagt die Torhüterin. «Mein Ziel ist, jeden Tag eine bessere Person und eine bessere Torhüterin zu werden.»

Eine Torhüterin, die bald einen WM-Titel auf der Visitenkarte stehen hat? Ein einziger Sieg fehlen Naeher und ihrem Team noch zum ganz grossen Triumph. Zu einer neuen Hope Solo würde Naeher damit nicht – aber zu einer Torhüterin, die keinen Vergleich mehr zu scheuen braucht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 02.07.2019, 20:40 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Der Penalty war mehr als dürftig geschossen. Aber ja, schön für sie lässt man sie medial so gut aussehen. Oft genug ists auch umgekehrt.
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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Bei allen Mannschaftssportarten gibt es einen grossen Unterschied zwischen Männer und Frau. Ob dies Handball Basketball oder Eishockey betrifft,
    Insbesondere was die Dynamik betrifft
    Daher ist es müssig über die Qualität zu diskutieren. Wer nicht will braucht die Frauenspiele nicht schauen.
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  • Kommentar von Matthias Zinniker  (matteozinniker)
    Hört endlich auf mit diesem künstlichen Hype rund um den Frauenfussball. Wenn jeder von euch ehrlich ist muss er eingestehen, dass es sehr schwer anzusehen ist. Man hat das Gefühl, jeder Ball werde mit dem schwachen Fuss gespielt. Mir ist völlig bewusst, dass meine Meinung nicht ins heutige Menschenbild passt und auch auf entsprechend viel Widerstand stossen wird. Aber Fakt ist auch: Eine grosse Mehrheit schaut lieber einen 1. Liga Match, schlicht und einfach besserer Fussball. Meine Meinung!
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    1. Antwort von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
      Ich bin da absolut Ihrer Meinung. Schlimm finde ich die übertriebene Unterstützung in den Medien. Das wirkt total bemüht verkrampft.
      So wie, man will ja nicht aber man sollte doch.
      Das gibt es bei keiner anderen Sportart.
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    2. Antwort von Heinrich Rubi  (heru)
      Vielleicht ist ja das heutige Menschenbild nicht so arg daneben. Ich bin jedenfalls abartig genug, mir genau so gerne die Frauenfussball WM anzuschauen wie die der Männer.
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