Das Communiqué vom Sonntag hat es in sich: Ein Defizit von 1,5 Millionen Euro habe der Frauenfussball bei Dijon allein in der laufenden Saison generiert. Der Klub sei zwar mit zwei potenziellen Geldgebern im Gespräch. Aber: «Es kann keine Garantie hinsichtlich des Wettbewerbsniveaus der Teams für die kommende Saison gegeben werden.»
Im Klartext: Dem Profi-Team, das seit 8 Jahren in der höchsten französischen Liga spielt, droht der Abstieg aus wirtschaftlichen Gründen. In der Meisterschaft stehen noch 3 Spiele aus, Dijon belegt Rang 5. Es ist die zweitbeste Saison in der Geschichte des Klubs bei den Frauen.
Spielerinnen wehren sich
Die Spielerinnen wurden offenbar nicht über die Entwicklungen in Kenntnis gesetzt. In einem Social-Media-Statement prangern sie das Vorgehen des Klubs an. Sie werfen dem Präsidenten Intransparenz und Profitgier vor.
Meriame Terchoun hat sich zusammen mit einer Teamkollegin ausserdem in einem Interview geäussert. «Wir werden nicht so behandelt, wie es sich in einem Klub auf diesem Niveau gehört», sagt sie.