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Lia Wälti will Saisonabbruch «Tausende Pfund für Tests ausgeben, die andere Leute brauchen?»

Geisterspiele oder Abbruch? Lia Wälti, Captain der Schweizer Frauen-Nati und Arsenal-Legionärin, hofft auf einen baldigen Entscheid – und plädiert für ein vorzeitiges Saisonende.

Lia Wälti
Legende: Plädiert für ein vorzeitiges Saisonende Arsenal-Legionärin und Nati-Captain Lia Wälti. imago images

Seit Februar ruht in der englischen Women's Super League der Ball. Ob die Saison wieder aufgenommen wird, ist noch nicht entschieden. Lia Wälti wünscht sich baldige Klarheit: «2 Monate trainieren und man weiss nicht wofür, ist schwierig.»

Eine Fortsetzung des Spielbetriebs sieht die 27-Jährige kritisch. «Tausende von Pfund, Euro oder Franken auszugeben für Tests, die andere Leute brauchen könnten, nur um weiterzuspielen?» Für den Captain der Schweizer Frauen-Nati ist klar: «Der Fussball ist zur Nebensache geworden. Die Gesundheit ist das Wichtigste.»

Wälti und Co. danken dem medizinischen Personal

Die Wiederaufnahme der Meisterschaft wäre wegen tiefer TV-Einnahmen ein Verlustgeschäft. Auch den Planspielen zur Fortsetzung bei den Männern gewinnt Wälti kaum Positives ab – im Wissen, dass weitere finanzielle Einbussen bei Arsenal die Frauen-Abteilung direkt zu spüren bekäme.

Es sei eine «kranke Welt», das Geld regiere den Fussball. «Wäre es so schlimm, wenn ein Spieler anstatt 200 Millionen nur noch 50 Millionen wert wäre?»

Video
Archiv: Wälti zu ihrer Wahl ins Team des Jahres
Aus Sport-Clip vom 02.05.2019.
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    So was hören die Leute natürlich gerne und es macht sich gut, aber nein, die paar zusätzlichen Tests bei den -zig oder hundert tausenden die gemacht werden, fallen wohl kaum ins Gewicht. Das wäre vielleicht vor einigen Wochen ein Argument gewesen, als es noch zu wenig Tests gab.
  • Kommentar von Rolf Steinegger  (rolf.steinegger)
    Ein Abbruch bringt nichts. Es ist so oder so genügend Geld für Tests für alle da. Die Kosten der Tests sind vernachläsdigbar. Am Besten wäre es, wenn alle so normal wie möglich weitermachten. Je länger die Einschränkungen dauern, desto weniger Geld ist am Schluss insgesamt noch verfügbar.
  • Kommentar von Christian Seisenbacher  (Christian Seisenbacher)
    Frau Wälti hat zu 100% Recht. Der ganze Fussball ist krank. In der sogenannten reichen Schweiz gibt immer mehr Menschen die auf Hilfe angewiesen sind um jeden Tag Essen zu können. Wenn es nur einen Franken vom Staat gibt für die Vereine um die Spieler durchzufüttern sollte man die Menschenrechte nochmals überdenken. Wenn man bendenkt das Firmen vom Staat finanzielle Unterstüzung bekommen und mit diesem Geld Dividenden bezahlen könnte man dazu Kotzen.
    1. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      Es wird alles durchgemischt wie immer. Klar ist Sport nebensächliche, aber alle Klubs sind auch Unternehmen mit Angestellten. Die pharaonischen Löhne vieler Spieler sind eine andere Frage.