- Die Schweizer Frauen-Nati feiert im 3. Spiel der WM-Qualifikation den 3. Sieg.
- Beim 3:1-Erfolg gegen die Türkei macht Aurélie Csillag mit ihrem Doppelpack den Unterschied.
- In 4 Tagen ist die Nati beim «Rückspiel» in der Türkei bereits wieder gefordert.
In ihrem 15. Einsatz im Nati-Dress – und dem 400. Länderspiel der Frauen-Nati – trumpfte Aurélie Csillag gross auf: Der Doppelpack der Zürcherin lässt die Frauen-Nati vom Gruppensieg in der WM-Quali träumen. Der 3:1-Erfolg der Schweizerinnen vor 12'355 Fans war der 3. Sieg im 3. Spiel.
Doch dieser jüngste Sieg bedurfte einer grossen Leistungssteigerung. Egal, welche Worte Rafel Navarro in der Halbzeitpause gewählt hatte, es schienen genau die richtigen gewesen zu sein. So kam die Nati gegen die Türkinnen wie verwandelt aus den Katakomben im Zürcher Letzigrund heraus:
- 46. Minute: Mit der praktisch 1. Aktion nach dem Wiederanpfiff schickt Sydney Schertenleib Aussenspielerin Iman Beney in die Tiefe. Die Waadtländerin findet die Meisterin in der stark reagierenden türkischen Schlussfrau Selda Akgoz.
- 49. Minute: Jetzt klappt es mit dem Tor. Wieder ist es Beney, die sich auf der rechten Seite durchsetzt und in den Strafraum flankt. Dort steht Csillag goldrichtig und versenkt die Kugel kunstvoll mit der Hacke ins Tor.
Doch die Schweizer Freude hielt nicht lange. Nur drei Minuten nach Csillags Erlösung musste Livia Peng, die im Nati-Tor erneut vor Elvira Herzog den Vorzug bekommen hatte, hinter sich greifen. Nicht weniger traumhaft als ihre Gegenspielerin zuvor schloss «Gala»-Spielerin Ebru Topcu einen Befreiungsschlag volley aus der 2. Reihe ab und traf ins lange Eck.
Bitter für die Schweizerinnen: Bei der Entstehung war eine Türkin im Abseits gestanden. Da die WM-Qualifikation allerdings ohne VAR stattfindet, behielt das Tor seine Gültigkeit.
Wälti diskutiert mit Navarro
Die wie die Nati bisher in beiden WM-Qualifikationsspielen ungeschlagenen Türkinnen hatten der Nati vor allem in Halbzeit eins das Leben schwer gemacht. Sinnbildlich dafür die Szene nach 27 gespielten Minuten, als Nati-Captain Lia Wälti eine türkische Verletzungspause nutzte, um intensiv mit Trainer Navarro zu diskutieren. Der spanische Headcoach schien mit dem Gezeigten nicht ganz zufrieden zu sein.
Ganz anders das Bild nach dem Seitenwechsel. Endlich schienen die Umschaltsituationen über die Aussenseiten auch zu funktionieren, dabei wussten die Schweizerinnen nicht nur mit Ballstafetten zu überzeugen. So stellte Csillag (75.) mit ihrem 2. Tor des Abends wieder die Führung her. Verteidigerin Viola Calligaris (80.) machte den Deckel drauf und schoss die Nati zum schlussendlich verdienten Jubiläumssieg. Im anderen Spiel der Gruppe schlug Nordirland Malta 4:0.
So geht es weiter
In vier Tagen folgt bereits der nächste Ernstkampf gegen die Türkinnen: Die Nati ist am Samstag ab 18:00 Uhr beim «Rückspiel» in Sinop gefordert. Die Partie können Sie live bei SRF mitverfolgen.