Manchester United, London City Lionesses – oder doch eine Rückkehr zu Arsenal? Wenn es um die Zukunft von Nati-Captain Lia Wälti geht, läuft die Gerüchteküche momentan heiss. Ausschlaggebend dafür soll die herausfordernde Situation des Frauenfussballs in Italien sein, womit Wälti seit ihrem Wechsel im vergangenen September zu kämpfen hat.
«Ich habe das teils gewusst, war aber auch überrascht, dass sie in Italien noch immer sehr weit hinterherhinken, was den Frauenfussball betrifft.» Als Beispiel nennt sie hierbei die Fankultur. «Wenn die Stadien 1,5 Stunden ausserhalb der Städte liegen, ist es schwierig für die Fans, hinzukommen. Es tut mir leid für den Frauenfussball, der eine grössere Bühne verdient hätte.»
Wälti dementiert Wechselgerüchte
Dementsprechend gross war der Kulturschock Wältis, als sie England, die Frauenfussball-Hochburg Europas, in Richtung Italien verlassen hatte. Wechselgerüchte dementiert die 32-Jährige aber. «Solange ich das Juventus-Trikot trage, gebe ich alles für den Verein. Ich weiss noch nicht, was nächstes Jahr ist.» Zudem hätte es auch noch «nicht wirklich» Gespräche mit anderen Vereinen gegeben. «Gerüchte gibt es immer, am Schluss war keines von diesen bis jetzt wahr», so Wälti.
Einen derartigen «Kulturschock» hatte Wälti auch in der Nati zu verkraften. Seit der Ankunft von Trainer Rafel Navarro weht im Nationalteam ein anderer Wind. Was sich vor allem an der Intensität zeige. «Ich habe selten so intensiv trainiert. Es ist physisch sehr anstrengend, geht aber in die Richtung, in die unser Spiel gehen soll», beschrieb Wälti die aktuelle Situation. «Es macht grossen Spass, braucht aber Zeit, um reinzukommen.»
Wegweisende Spiele gegen die Türkei
Nachdem die Schweiz ihre ersten beiden WM-Quali-Spiele für sich entscheiden konnte, läuft aktuell der nächste Nati-Zusammenzug – anlässlich der wohl entscheidenden Spiele gegen die Türkei. So intensiv die vergangenen Tage laut Wälti waren, lag der Fokus bisher noch nicht auf dem nächsten Gegner. Allerdings freue sie sich jetzt schon auf die «coole Kulisse», die es am Dienstag in Zürich geben werde.