Das Schweizer Frauen-Nationalteam kann am Sonntagabend mit einem entspannten Gefühl ins Flugzeug nach Lurgan steigen. Nach dem furiosen 6:1-Erfolg über Malta ist der Gruppensieg fix. Beim letzten WM-Gruppenspiel gegen Nordirland am Dienstag (ab 18:40 Uhr live auf SRF zwei) geht es primär darum, Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben zu tanken.
Denn auch wenn die Equipe von Trainer Rafel Navarro ihre Gruppe 2 souverän gewonnen hat, der Weg zur WM 2027 in Brasilien ist noch ein langer.
Da die Schweiz in der Liga B, der zweithöchsten Stärkeklasse, eingeteilt ist, muss sie zwei Playoff-Runden überstehen, um die WM zu erreichen. Als Gruppensiegerin wird sie in der ersten Runde der Playoffs auf ein zweit- oder drittplatziertes Team der Liga B treffen. Je nach Ausgang des letzten Spieltags könnten dies folgende sein (fett markiert die wahrscheinlichsten):
- Aus der Gruppe 1: Tschechien, Wales, Albanien und Montenegro
- Aus der Gruppe 3: Portugal, Finnland, Slowakei, Lettland
- Aus der Gruppe 4: Schottland, Belgien, Israel
Bei der Auslosung am 18. Juni wird der komplette weitere Qualifikationsverlauf festgelegt, also sowohl die erste als auch die zweite Playoff-Runde werden fixiert. Beide Playoff-Runden finden mit Hin- und Rückspiel statt; die erste steigt zwischen dem 7. und 13. Oktober, die zweite zwischen dem 26. November und dem 5. Dezember.
Die sieben besten Siegerinnen der zweiten Runde (gemäss der Gesamtrangliste der Women’s European Qualifiers 2026) sichern sich direkt das Ticket für die WM 2027. Die achte Siegerin zieht in die interkontinentalen Playoffs ein, die im Februar 2027 stattfinden.
Vierter Grossanlass für die Nati winkt
Während die Schweiz in der ersten K.o.-Phase als Gruppensiegerin das Rückspiel zu Hause bestreitet, muss sie in der zweiten Tranche im Showdown auswärts ran.
Sollten Sydney Schertenleib und Co. die Endrunde in Brasilien (24. Juni bis 25. Juli 2027) bestreiten, wäre es für die SFV-Auswahl nach der EM 2022 in England, der WM 2023 in Australien und Neuseeland und der EM 2025 im eigenen Land (für die sie sich nicht zu qualifizieren brauchte) der vierte Grossanlass in Serie.