- Die Schweiz feiert in der WM-Qualifikation einen hochverdienten 4:1-Sieg auf Malta.
- Iman Beney, Alisha Lehmann, Svenja Fölmli und Aurélie Csillag treffen für die Nati.
- Mit zahlreich ausgelassenen Chancen verpassen die Schweizerinnen einen höheren Sieg.
Ein Sieg auf Malta im 2. WM-Qualifikationsspiel war budgetiert worden – und zwar ein möglichst hoher. Denn beim komplizierten Weg an die Endrunde 2027 nach Brasilien können nicht nur Punkte, sondern auch ein möglichst positives Torverhältnis Gold wert sein.
In Sachen Punkten hat die Schweiz auf der Mittelmeerinsel geliefert. Nach 2 Partien steht das Team von Trainer Rafel Navarro mit 6 Zählern da. Punkto Torverhältnis hat man in Ta’ Qali aber eine Chance verpasst. Mit 4:1 fiel der Sieg viel zu mager aus. Ein Blick auf die Statistik bestätigt diesen Eindruck: Weit über 70 Prozent Ballbesitz, 28 Abschlüsse, 10 davon aufs Tor.
Früher Doppelschlag
Die Schweiz hatte die Partie früh mit dem gewünschten Szenario lanciert: In der 8. Minute traf Iman Beney mit einem Schlenzer zum 1:0. Und nur gut 2 Minuten später doppelte Alisha Lehmann, die wieder einmal von Anfang an ran durfte, nach. Danach aber fiel die Navarro-Equipe in ein Muster zurück, das auch schon gegen Nordirland zu erkennen gewesen war.
Die Schweizerinnen agierten teilweise zu inkonsequent und zu passiv, obwohl sie spielerisch hochüberlegen waren. Das sollte sich bereits in der 18. Minute rächen. Leila Wandeler, die für Ana-Maria Crnogorcevic von Beginn an zum Zug gekommen war, liess sich von Maria Farrugia zu leicht ausspielen. Beim anschliessenden Lupfer, der zum 1:2 führte, sah auch Torhüterin Livia Peng nicht allzu gut aus.
Die Nati brauchte ziemlich lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Eine Phase, in welcher die Malteserinnen immer wieder Nadelstiche setzen konnten und sogar auch grosse Chancen auf den Ausgleich hatten. Immerhin: Svenja Fölmli – auch sie kehrte in die Startelf zurück – konnte 6 Minuten vor der Pause den Zweitore-Vorsprung wiederherstellen.
In der 2. Halbzeit sorgte dann die für Fölmli eingewechselte Aurélie Csillag für neuen Schwung. In der 49. Minute scheiterte die Liverpool-Spielerin mit ihrem Abschluss am Pfosten. Trotz Dauerdruck und zahlreicher Chancen dauerte es bis zur 74. Minute, ehe Csillag das Skore erhöhen konnte.
Es sollte der Schlusspunkt einer Partie sein, der die Schweiz ihren Stempel aufgedrückt hatte. Malta verzeichnete im 2. Umgang 2 Abschlüsse, wovon keiner den Weg auf das Tor fand. Nicht zuletzt deshalb dürfte es die Navarro-Equipe wurmen, dass der Sieg nicht höher ausgefallen ist.
So geht es weiter
Auf dem langwierigen Weg nach Brasilien geht die WM-Quali in gut einem Monat mit der 2. Tranche weiter. Am 14. April empfängt die Schweiz im Zürcher Letzigrund die Türkinnen. 4 Tage später steigt das «Rückspiel» in der Türkei.