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Zuerst weinte Cristiano Ronaldo vor Verzweiflung, am Ende vor Freude
Aus Sport-Clip vom 10.07.2020.
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«Blick zurück»: 10. Juli 2016 Als Éder Portugal zum Europameistertitel schoss

Gignacs Pfostenschuss, Ronaldo als verkappter Coach, Éders goldener Treffer: Der Final der EURO 2016 in Frankreich bot viele denkwürdige Momente.

Ganz Portugal stockte in der 25. Minute des EM-Finals 2016 im Pariser Stade de France der Atem: Superstar Cristiano Ronaldo musste nach einem heftigen Zusammenprall mit Frankreichs Dimitri Payet ausgewechselt werden.

Der portugiesische Captain hatte sich bereits in der 8. Minute verletzt und versuchte alles, um die Partie fortzuführen. Letztlich musste er sich selber eingestehen, dass es nicht mehr weiterging und unterstützte seine Mannschaft fortan von der Seitenlinie.

Ronaldo
Legende: Coachte Portugal im EM-Final 2016 vom Spielfeldrand Cristiano Ronaldo. imago images

Fehlendes Zielwasser bei Frankreich

Spielerisch vermochte das Team von Trainer Fernando Santos im Endspiel – wie schon im gesamten Turnierverlauf – nicht vollends zu überzeugen. Die Portugiesen verteidigten aber mit viel Kampfgeist und profitierten von der mangelhaften Chancenverwertung der Franzosen.

Obwohl die «Equipe Tricolore» die Partie über weite Strecken dominierte, schaffte sie es nicht, den Ball im Tor von Rui Patricio unterzubringen. EM-Torschützenkönig Antoine Griezmann scheiterte mit einem Kopfball (66.) ebenso wie Moussa Sissoko per Distanzschuss (84.).

Gignac
Legende: Da fehlten nur Zentimeter zu Frankreichs Titel an der Heim-EM Gignac scheiterte in der 90.+2. Minute am Pfosten. imago images

Da auch André-Pierre Gignac in der Nachspielzeit aus fünf Metern nur den Pfosten traf, ging es in die Verlängerung. Dort übernahmen die Lusitaner das Spieldiktat und kamen zu mehreren guten Gelegenheiten, die Hugo Lloris noch vereiteln konnte.

Joker Éder mit dem Siegtor

In der 109. Minute war es dann aus Sicht des Aussenseiters endlich so weit: Der eingewechselte Éder fasste sich ein Herz und zog aus rund 25 Metern einfach mal ab. Der Flachschuss erwischte Lloris in der linken unteren Torecke und sorgte für eine Gefühlsexplosion im portugiesischen Lager.

Kurze Zeit später war der erste internationale Titel für Portugal Tatsache. Obwohl der Europameister 2016 im gesamten Turnier nur ein Spiel über 90 Minuten gewann und die Vorrunde als Gruppendritter mühevoll überstanden hatten, resultierte am Ende der grösste Erfolg in der Fussballgeschichte des Landes.

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