Dass die Bayern Mitte April noch im Europapokal vertreten sind, ist nun wirklich keine Sensation. Der deutsche Rekordmeister ist Dauergast, wenn es in der Champions League um die Wurst geht. Dass der SC Freiburg in der Europa League und Mainz 05 in der Conference League aber noch in den Viertelfinals dabei sind, ist aussergewöhnlich.
Sowohl für die Breisgauer als auch für die Rheinhessen ist die Runde der letzten Acht auf europäischer Bühne eine Premiere. Und beide Klubs haben sich im Hinspiel in eine Position gebracht, welche sie vom Halbfinal-Einzug träumen lässt.
EL: Freiburgs Gegner läuft es gar nicht
Gar formidabel präsentiert sich die Ausgangslage für Freiburg. Die Mannschaft von Julian Schuster spielte vor Wochenfrist im heimischen Europa-Park Stadion gegen Celta Vigo gross auf und schickte die Galicier mit einer 3:0-Packung nach Hause. Mittendrin: Johan Manzambi. Der Nati-Akteur hatte viele gute Szenen und sorgte mit einem Pfostenschuss für Aufsehen.
Für Celta Vigo ging es nach der Klatsche in Freiburg im gleichen Stil weiter: In LaLiga tauchte die Equipe gegen Tabellenschlusslicht Real Oviedo zu Hause erneut mit 0:3. Dementsprechend angeschlagen treten die Spanier zum Viertelfinal-Rückspiel an. Freiburg hingegen feierte in der Bundesliga den nächsten Erfolg. Die Schuster-Equipe siegte in Mainz 1:0 und festigte damit Rang 8.
«Es geht wieder bei null los, und wir möchten gewinnen. Wir wollen uns nicht hinten rein stellen und Angsthasenfussball spielen», sagte Freiburgs Igor Matanovic und gab damit die Marschrichtung des SCF vor.
ConfL: Mainz hofft und Fischer warnt
Mainz-Trainer Urs Fischer versuchte die Heimniederlage gegen Freiburg schnell aus den Köpfen seiner Spieler zu bringen und sagte: «Am Donnerstag wird ein ganz anderes Spiel. Die Stimmung wird explosiv sein im Stadion. Da musst du dagegenhalten.»
Das Viertelfinal-Hinspiel konnten die Mainzer gegen Racing Strasbourg mit 2:0 für sich entscheiden, nun winkt die Qualifikation für den Halbfinal. Oder gar noch mehr? «Wenn man da steht, wo wir jetzt stehen, wäre es schlecht, wenn man nicht von etwas Grossem träumt», sagte der Mainzer Paul Nebel: «Aber trotzdem müssen wir die Arbeit auf den Platz bringen, damit wir dann auch dahin kommen, was wir uns vorstellen.»
Fischer wäre nicht Fischer, wenn er in diesem Moment nicht den Mahnfinger heben würde. Der Zürcher warnte vor einem Gegner, «der wirklich zockt und der versucht, übers Spielen zu Möglichkeiten zu kommen». Entsprechend wünscht sich der Coach «eine hohe Laufbereitschaft und Leidensfähigkeit» von seinen Schützlingen.