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Legende: Video GC probt den «Abstosstrick» abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 06.08.2019.
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Diskussionen um neue Regel Der «Abstosstrick» ist auf dem Prüfstand

Die Fussball-Regelhüter schieben dem «Abstosstrick» vorerst einen Riegel vor. Beim SFV beobachtet man die Entwicklung.

Es lief die 3. Minute im Challenge-League-Spitzenkampf am letzten Freitag zwischen Aarau und GC. Mirko Salvi lupfte den Ball zu Marko Basic, dieser köpfelte zurück zum GC-Keeper. Doch Schiedsrichter Urs Schnyder intervenierte und unterband den sogenannten «Abstosstrick».

Hintergrund ist eine Regeländerung, die auf diese Saison hin in Kraft trat. Spieler der eigenen Mannschaft dürfen sich neu beim Abstoss im Strafraum aufhalten. Der Trick eröffnet dem Goalie mehr Möglichkeiten bei der Spielauslösung. Erstmals gezeigt wurde er von Benfica Lissabon in einem Testspiel gegen Milan.

Super-League-Teams wurden informiert

Das zuständige International Football Association Board (Ifab) schritt am Freitag ein. Es wies die Schiedsrichter vorläufig an, Abstösse gegebenenfalls zu wiederholen. Schnyder handelte also korrekt.

Gemäss Daniel Wermelinger, Schiedsrichterchef des SFV, ging die Weisung auch an alle Teams der Super League. Es kam am Wochenende zu keinen weiteren Vorkommnissen mehr.

Grundsätzlich beurteilt Wermelinger die neue Abstossregel als positiv. Die Absicht, das Spiel schneller zu machen, werde erreicht. «Die Attraktivität des Spiels wird erhöht, das haben die ersten drei Runden gezeigt.»

Der Ball liegt beim Ifab

Das Ifab will nun darüber beraten, ob der Abstosstrick dem «Geist der Regel» zuwiderläuft, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Meinungen darüber seien bei den Experten geteilt.

Wermelinger erlaubt sich kein abschliessendes Urteil über Sinn oder Unsinn des ungewöhnlichen Goalie-Verteidiger-Zusammenspiels. Das Ifab werde sich wohl noch etwas Zeit nehmen, um mögliche zusätzliche Probleme im Zusammenhang mit der Regel unter die Lupe zu nehmen. Möglich sei jedoch, dass Wiederholungen der Abstösse als «Sanktion» dauerhaft eingeführt würden.

Sendebezug: SRF 2, sportaktuell, 02.08.2019, 22:35 Uhr

13 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    In diesem Bericht von SRF geht es einzig um die Handhabung der neuen Abstossregel im Fall des Goalie-Feldspielerkopf-Goalie-Tricks. Hands, Abseits, Herumwälzen auf dem Rasen, Gestikulieren bei unliebsamen Schiri-Entscheiden und Simulieren haben damit nichts zu tun. Darum leuchtet mir nicht ein, was die Leute dazu bringt, hier auch über solches "Zeugs" zu schreiben. Wenn ich in ein Autogeschäft gehe, werde ich ja auch nicht gefragt, ob ich ein Trottinett oder ein Leiterewägeli kaufen will.
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  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Was mich viel mehr nervt, ist die Tatsache, dass die meisten Spieler sich bei jeder Gelegenheit auf dem Rasen wälzen um Zeit zu schinden, sich irgendwohin fassen, wo sie gar nicht getroffen worden sind, unschuldig die Hände verwerfen, wenn die Wiederholung klar zeigt, dass Sie ein Foul begonnen haben, und praktisch jede Entscheidung des Schiedsrichters wild gestikulierend und lautstark in Frage stellen. Echte Sportlichkeit ist bei den Fussballern leider nur selten zu sehen.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Händs wird viel zu restricktive gepfiffen, es heisst ja "wenn die Hand absichtlich zum Ball geht", alles andere wir Arm, Schulter ist "spitzfindig und ein Witz"!
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