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Das ganze Gespräch mit Bernhard Burgener im «sportpanorama»
Aus sportpanorama vom 06.09.2020.
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FCB-Präsident bezieht Stellung Burgener: «Wir müssen die Kommunikations-Hoheit zurückgewinnen»

Im «sportpanorama» hat Präsident Bernhard Burgener über die Unruhen bei seinem FC Basel gesprochen. In seinen Augen wird ein viel zu schwarzes Bild gemalt.

Bernhard Burgener war am Sonntagabend als Gast im «sportpanorama» eingeladen, um über die Vorgänge beim FC Basel aus erster Hand Auskunft zu geben. Denn der einstige Vorzeige-Klub des Schweizer Fussballs war in jüngster Vergangenheit gehörig in Schieflage geraten – und zwar gleich auf mehreren Ebenen.

Der 63-jährige Verantwortliche zeigte sich in der Sendung allerdings nicht sonderlich beunruhigt. Er, der seit April 2017 mit der Übernahme von 90 Prozent der Aktien am Ruder ist, appelliert daran, «das Bild im Ganzen zu beurteilen». Unangenehmen Fragen wich er gerne aus oder quittierte sie mit: «Wir müssen die Kirche im Dorf lassen!»

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Was beim FCB vom Glanz noch übrig geblieben ist
Aus sportpanorama vom 06.09.2020.
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Einzigartig, wie die Jungen nachrutschen

Burgeners sportliches Fazit der abgelaufenen Saison fiel durchaus zufriedenstellend aus. «Aus meiner Sicht haben wir die Ziele erreicht. Wir belegten in der Meisterschaft zwar nur Rang 3, schrieben aber eine europäische Erfolgsgeschichte und standen im Cupfinal», fasste er zusammen. Es sei durchaus erlaubt zu verlieren, kommentierte er das 1:2 vor Wochenfrist im Endspiel gegen die Young Boys.

Er lobte den Kampfgeist seiner Mannschaft. Zudem strich er die Einzigartigkeit heraus, wie viele junge, aufstrebende Fussballer am Rheinknie nachgezogen werden konnten. 14 Nachwuchstalente hätten die Chance gekriegt.

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Ein Kommen und Gehen: Die Personalsituation bei Basel seit Burgeners Amtsantritt
Aus sportpanorama vom 06.09.2020.
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Verbesserungswürdig, wie informiert wird

Dass unter seiner Ägide mit Ciriaco Sforza nun bereits der vierte Chefcoach installiert worden ist, erklärte Burgener folgendermassen: «Ich habe die Trainer nicht ausgesucht. Ich bin nur den Empfehlungen gefolgt.» Der Medienunternehmer betonte aber auch mehrmals, sich nicht aus der Verantwortung stehlen zu wollen und kritikfähig zu sein.

Burgener zeichnete intern das Bild einer Familie. Er lässt aber auch gelten, dass zuletzt zu viele Interna an die Öffentlichkeit gedrungen sind. «Das ist unsere eigene Schuld, wenn immer wieder Informationen nach aussen dringen. Deshalb müssen wir die Kommunikations-Hoheit zurückgewinnen.»

Bei uns im Klub ist genug sportliche Kompetenz vorhanden.
Autor: Bernhard BurgenerFCB-Präsident

Und was entgegnete Burgener darauf, dass sein jüngster Angestellter genau den gleichen Fehler gemacht habe? Sforza gab ein Interview, ehe der Vertrag unterzeichnet war. «Das habe ich bei ihm nicht verfolgt», so die Replik.

Bernhard Burgener und Cheftrainer Ciriaco Sforza.
Legende: Sie gehen gemeinsam in die Zukunft Bernhard Burgener (links) und Cheftrainer Ciriaco Sforza. Keystone

Burgener hatte auch gar nicht grosse Lust, sich noch darüber auszulassen. Denn er sagte: «Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, stattdessen möchte ich die Zukunft neu mitgestalten.» Und abschliessend versicherte er auch noch dies: «Bei uns im Klub ist genug sportliche Kompetenz vorhanden. Und wir haben mit Sforza einen Trainer, der Freude ausstrahlt und positiv ist.»

SRF zwei, «sportpanorama», 06.09.2020 18:30 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Osswald  (Fabio Osswald)
    Liebe Kritiker,
    alles was ihr hier so schreibt, finde ich nicht fair gegenüber Herrn Burgener. Das er trotz allem für seinen Verein hingestanden ist, um diese Unruhen zu klären, beweist hohen Charakter und auch wie er seinen Verein liebt, beschützt und nach vorne bringen möchte, ohne dabei auf den Profit zu achten, ist für mich ein Ausdruck von grosser Ehre, etwas was im Fussball leider in Vergessenheit geraten ist.
    Der Verein hat immer gekämpft, deshalb wird er auch wieder erfolgreich sein!
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Wenn er den Verein wirklich lieben würde, hätte er das Gespräch mit den Fans gesucht! Tat er bisher nicht.. Das gestern war ein desolater Auftritt! Souverän ist anders..! Daher die Kritik an ihm.. Schon lange hat er den Bezug zur Fussballrealität "Fcb" verloren! TATSACHE!!
  • Kommentar von Mario Hüsler  (Mario Hüsler)
    Danke Jann Billeter für die kritischen Fragen...trotz kaum brauchbaren Antworten. Hr Burgener hat viel geredet...aber nichts gesagt.Hr Burgener und CEO Heri brauchen keine Reflektion...sie machen aus ihrer Sicht ja keine Fehler
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Das Trio Burgener, Heri und Odermatt entfernt sich immer mehr von den Fans. Und ich bin überzeugt, dass der neue Trainer Sforza seine erste FCB-Saison nicht zu Ende coachen kann, da er vorher das Handtuch wirft oder rausgeworfen wird.