Zum Inhalt springen

Header

Video
«Das schadet dem Image des Fussballs enorm»
Aus Gredig direkt vom 22.04.2021.
abspielen
Inhalt

Hitzfeld findet klare Worte «Die ESL ist Hohn und Spott für gut wirtschaftende Klubs»

Ottmar Hitzfeld spart bei «Gredig direkt» nicht mit Kritik an den Klubs, welche die European Super League anstiessen.

Als einen Akt der Verzweiflung aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten sieht Ottmar Hitzfeld die diese Woche präsentierten Pläne für eine European Super League. Der ehemalige Nationaltrainer nahm am Donnerstagabend gegenüber von Urs Gredig im SRF-Studio Platz.

«Dass die Präsidenten Florentino Perez von Real Madrid und Andrea Agnelli von Juventus Turin vorpreschen, ist vielleicht einfach Hilflosigkeit. Man kann diese Schulden fast nicht mehr bezahlen», sagte der 72-Jährige bei «Gredig direkt».

Unverständnis über möglichen Alaba-Transfer

Hitzfeld zweifelt daran, dass es den 12 Klubs mit der kurzfristigen Umsetzung der Idee ernst war. «Ich glaube, sie wussten schon vorher, dass sie damit nicht durchkommen.»

Misswirtschaft habe dazu geführt, dass etwa Barcelona oder Real Madrid jedes Jahr hohe Verluste einfahren würden. «Und jetzt diskutiert man bei Real darüber, einen David Alaba zu holen, der anderthalb Millionen im Monat verdienen und 20 Millionen Handgeld bekommen soll.»

Video
Die ganze Sendung mit Ottmar Hitzfeld
Aus Gredig direkt vom 22.04.2021.
abspielen

Lob für den Ex-Klub

Als löbliche Ausnahme sieht Hitzfeld seinen ehemaligen Arbeitgeber Bayern München, der sich nicht an den Plänen für die European Super League beteiligte. «Dort wird Gewinn gemacht. Jeder Spieler bei Bayern hat sicher zwischen 5 und 15 Millionen Lohn. Wenn man die Summen wieder einspielt, ist das auch legitim.» Die 12 ESL-Verfechter hätten den Bogen aber deutlich überspannt. «Das ist Hohn und Spott den Vereinen gegenüber, die wirklich gut wirtschaften.»

Hitzfeld sprach bei «Gredig direkt» auch über seinen Abschied bei der Nati, ein 25-Millionen-Angebot aus China und die Zeit, in der er als Bayern-Coach auf Antidepressiva zurückgreifen musste.

Sendebezug: SRF 1, Gredig direkt, 22.04.2021, 22:25 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Schärer  (Schärer)
    Ganz meiner Meinung, habe ich schon im Vorfeld geschrieben! Ist doch klar bei solcher Verschuldung alles zu versuchen auf die bei e zu kommen! Noch besser wäre aber Ihnen die Lizenz zu entziehen.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Othmar Hitzfeld, hat es sehr treffend formuliert!
    Es sind, ein paar Grösenwahnsinnige Club Präsidenten gerade aus Spanien und Italien von total überschuldeten Vereinen, welche alles an Spieler zusammen kaufen was sich so gerade anbietet und das erst noch für Hirnrissige Ablöse Summen, welche mit seriösem Fussballgeschäft rein garn nichts mehr zu tun sondern es geht nur noch um Gier, Macht und Geltungssucht!