Zum Inhalt springen

Header

Audio
Was Manchester City vorgeworfen wird
abspielen. Laufzeit 03:05 Minuten.
Inhalt

Im Prozess geht's um viel City bangt um die Champions League, die Uefa um die Autorität

Die Verhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof über den Einspruch der «Citizens» gegen die zweijährige Europacup-Sperre hat Signalwirkung.

Am 14. Februar dieses Jahres hat die Nachricht die Anhänger von Manchester City in Schockstarre versetzt: Der Europäische Fussballverband Uefa schliesst den Premier-League-Klub wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay für 2 Saisons aus dem Europacup aus.

Der Einspruch der Engländer folgte umgehend. Am Montag begann deshalb der Prozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof (TAS) in Lausanne. Wir beantworten dazu die wichtigsten Fragen:

Wie ist es zur Sperre gekommen?

Manchester City soll gegen das Financial Fairplay (FFP) verstossen haben, indem zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinnahmen überbewertet und der Uefa so falsche Informationen übermittelt worden seien. So sollen Gelder, die als Einnahmen durch Sponsoren aus Abu Dhabi deklariert waren, in Wirklichkeit von ManCity-Haupteigner Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan gezahlt worden sein. Die Idee des FFP ist indes, dass Klubs, die im Europacup antreten, nicht mehr ausgeben als sie einnehmen.

Was sagt ManCity zu den Vorwürfen?

Die «Citizens» bestreiten die Anschuldigungen. Stattdessen sieht sich der Klub als Opfer einer von der Uefa initiierten Kampagne. City-Geschäftsführer Ferran Soriano bezeichnete die Vorwürfe als «einfach nicht wahr». Auf der Klubwebsite führte er aus, dass sich die Uefa auf «gestohlene Emails», die aus dem Kontext gerissen wurden, berufe.

Was würde eine Niederlage für City bedeuten?

Sollte der TAS die Uefa-Sperre bestätigen, wäre Manchester City für 2 Jahre von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Trainer Pep Guardiola hatte schon vorher angekündigt, dass er auch in diesem Fall in Manchester bleiben würde. Für die Topstars wie Kevin de Bruyne, Sergio Agüero oder Raheem Sterling kann allerdings nicht dasselbe angenommen werden.

Kevin De Bruyne oder Raheem Sterling dürften bei einer Sperre kaum zu halten sein.
Legende: Der Ausverkauf der Stars droht Kevin De Bruyne oder Raheem Sterling dürften bei einer Sperre kaum zu halten sein. imago images

Was hängt für die Uefa vom TAS-Urteil ab?

Die Entscheidung in Lausanne ist wegweisend für den europäischen Fussball. Denn bei einer Niederlage würde einerseits die Autorität der Uefa massiv leiden. Andererseits könnte ein Urteil zugunsten der «Citizens» das ganze Konstrukt des Financial Fairplay in Frage stellen.

Radio SRF 1, Morgengespräch, 8.6.2020, 06:20 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Roland Wenger  (Roland T. Wenger)
    Das Ergebnis wird lauten: die 2 Jahre Sperre wird aufgehoben. Dafür gibt es eine hohe Geldstrafe, die ManCity aus der Portokasse bezahlen wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Bevor man den Schwarzen Peter der einen oder anderen Seite (Manchestger City oder UEFA) zuschieben kann, müssen doch zuerst folgende entscheidende Fragen beantwortet werden: Stimmt der Vorwurf? Stammt das Geld vom Haupteigner (und damit vom Klub selber) oder von aussenstehenden Leuten? Der TAS wird sich beim Entscheid darüber wohl kaum davon beeinflussen lassen, welches Resultat hier die Kommentarschreiber lieber sehen würden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dan Schmid  (Nillo)
    Ich glaube, der Ausgang dieser Verhandlung hat tatsächlich Signalwirkung. Daher hoffe ich schwer, dass die Sperre für Manchester City bestätigt wird. Ansonsten dürfte die ohnehin schon angekratzte Glaubwürdigkeit und Autorität der UEFA vollends den Bach runter gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen