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Fussball allgemein Von den Badeferien zum EM-Titel – Ein Wunder feiert Jubiläum

Dänemark sollte eigentlich gar nicht an der Europameisterschaft 1992 teilnehmen. Weil Jugoslawien aufgrund des Bürgerkrieges ausgeschlossen wurde, rückte «Danish Dynamite» nach und schaffte die Sensation.

Legende: Video 26.06.1992: Dänemark schlägt Deutschland im EM-Final abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2016.

26. Juni 1992: Die 38'000 Zuschauer im Ullevi-Stadion von Göteborg werden Zeuge einer der grössten Sensationen in der Fussball-Geschichte. «Lucky Loser» Dänemark schlägt im EM-Final 1992 den amtierenden Weltmeister Deutschland mit 2:0.

1. Kapitel: Die Vorgeschichte

Die Dänen, damals unter anderem noch mit Goalie Peter Schmeichel, verpassten die EM-Qualifikation hinter Jugoslawien. Die EM-Teilnahme der Südosteuropäer scheiterte aber aufgrund des Bürgerkriegs auf dem Balkan. So entschied die Uefa 10 Tage vor dem Eröffnungsspiel, Dänemark den vakanten Startplatz zu vergeben.

2. Kapitel: Die Vorbereitung

Die Legende besagt, dass gewisse dänische Nationalspieler direkt aus den Strandferien an die EM reisten. Trainer Richard Möller-Nielsen musste auf seinen wohl besten Spieler verzichten. Michael Laudrup boykottierte die EM aufgrund eines Disputs mit dem Coach.

3. Kapitel: Der Weg in den Final

Mit nur 1 Punkt aus den ersten 2 Spielen schien Dänemark bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten zu müssen. Das Jokertor (78.) von Lars Elstrups im abschliessenden Gruppenspiel gegen Frankreich bescherte «Danish Dynamite» den sensationellen Einzug in den EM-Halbfinal.

Weil im Halbfinal gegen die Niederlande auch nach 120 Minuten kein Sieger feststand, musste das Elfmeterschiessen entscheiden. Dort versagten dem grossen Marco van Basten die Nerven. Dänemark siegte mit 4:2.

4. Kapitel: Der perfekte Abschluss

Im Endspiel liessen die Dänen Weltmeister Deutschland keine Chance. Dank Toren von John Jensen und Kim Vilfort sowie einem herausragenden Peter Schmeichel im Tor holten sich die Skandinavier ihren ersten und bis heute einzigen grossen Titel.

Legende: Video Die Geschichte des Kim Vilfort abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.05.2016.

Sendebezug: SRF 3, Morgenbulletin, 26.06.2017, 08:00 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
    Natürlich war es lässig, dass die Dänen dieses Turnier gewannen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie den Final nur mit zwei irregulären Toren gewannen. Kurz vor dem ersten Tor wurde Brehme durch ein klares Foul vom Ball getrennt, was der direkt daneben stehende überforderte Schiri Galler grosszügig übersah, und vor dem zweiten Tor nahm Vilfort den Ball deutlich sichtbar mit der Hand und dann auch noch mit einer Schulter mit.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco (fäbufuessball)
    Eine absolut eigene Geschichte war das damals, vorallem für Kim Vilfort, der emotional etwas durchgemacht haben muss, dass NICHT in Worte zu fassen ist. Man wusste ja auch damals um das Schicksal von Kim Vilfort und seiner kleinen Tochter. Immer wieder wenn ich dieses zweite Tor der Dänen sehe, kommt mir diese sehr traurige Geschichte in den Sinn. Es zeigt mir als Fußballfan deutlich auf, dass es viel wichtigere Dinge im Leben gibt. Alles wird relativiert. Schwer in Worte zu fassen.
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