2004 schaffte Arsenal das Kunststück, unbezwungen die englische Meisterschaft zu gewinnen. Nur wenige dachten damals, dass dies der Beginn einer langen Leidenszeit werden sollte. Schlappe 22 Jahre dauerte es, bis die «Gunners» wieder den Premier-League-Pokal in die Höhe stemmen dürfen.
Mit seinem ergebnisorientieren Fussball machte sich Arsenal auf der Insel nicht nur Freude. Gross war die Schadenfreude, als das Team von Trainer Mikel Arteta im April einmal mehr auf den Zielgeraden zu scheitern drohte. Nach der Niederlage im Direktduell mit ManCity (1:2) schien das erneute Einbrechen Tatsache.
Arsenals Schlüsselfiguren für den Meistertitel
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Bild 1 von 5. Mikel Arteta. Der Spanier steht seit Herbst 2019 an der Seitenlinie von Arsenal. Trotz schwierigem Start hielten die Verantwortlichen an ihm fest. Nach drei Vize-Meisterschaften in Folge hat Arteta sein Team endlich zum Titel geführt. Auch wenn seine Art zu spielen nicht überall gut ankommt – der Erfolg gibt ihm recht. Bildquelle: Keystone / DANIEL HAMBURY.
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Bild 2 von 5. David Raya. Nur 26 Gegentore kassierte David Raya in der Premier League. In 19 von 37 Spielen hielt er seinen Kasten ganz rein. Bildquelle: Keystone / AP Photo/Dave Shopland.
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Bild 3 von 5. Declan Rice. Für die Rekordsumme von knapp 117 Millionen Euro wechselte Declan Rice vor drei Jahren von West Ham United zu Arsenal. Der Denker und Lenker im Mittelfeld ist auch mentale Stütze. «It’s not done yet», rufte er seinen Teamkollegen nach dem 1:2 gegen Manchester City zu. Der Weckruf nützte. Bildquelle: Keystone / EPA / NEIL HALL.
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Bild 4 von 5. Martin Ödegaard. Auch aufgrund von Verletzungen kommt der Captain weniger zum Einsatz als seine Rolle vorsieht. Dennoch ist der Einfluss des einstigen Wunderkinds nicht zu unterschätzen. Bildquelle: Keystone / AP Photo / Ian Walton.
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Bild 5 von 5. Viktor Gyökeres. Insgeheim hat man in London wohl noch etwas mehr Tore vom Sturmtank aus Schweden erhofft. Mit 14 Liga-Treffern ist Viktor Gyökeres dennoch der Toptorschütze seines Teams und damit massgeblich am Titel beteiligt. Bildquelle: Keystone / EPA / TOLGA AKMEN.
Doch Arteta blieb seinem Konzept treu und zog mit 4 Siegen in Serie (3x davon mit 1:0) wieder davon. Der Baske, einst Assistent von Pep Guardiola bei ManCity, hat sich damit endgültig von seinem Lehrmeister emanzipieren können.
Und für Arsenal könnte es noch besser kommen. Am 30. Mai bestreiten die Londoner den Champions-League-Final gegen PSG. In der «Königsklasse» sind die Engländer in dieser Saison noch unbezwungen – wie vor 22 Jahren in der Premier League.