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Mendy über sein schwieriges Jahr (frz.)
Aus Sport-Clip vom 22.10.2020.
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Aus Armut zum Millionär Mendy: «Das Arbeitslosengeld reichte nicht für drei»

Als Chelsea-Stammhüter verdient Edouard Mendy heute ein Vermögen. Sein Aufstieg war aber alles andere als problemlos.

Am Dienstag hielt Edouard Mendy in der Champions League seinen Kasten gegen Sevilla durch eine fehlerlose Leistung rein. Das Duell gegen den Spanier Kepa Arrizabalaga um die Nummer 1 im Chelsea-Tor hat der 28-Jährige vorerst für sich entschieden, wie Coach Frank Lampard bestätigte.

Vor 6 Jahren sah Mendys Welt noch ganz anders aus: Ein Jahr lang war der in Frankreich aufgewachsene Senegalese ohne Job und auf Arbeitslosenhilfe angewiesen. «Ich trainierte vormittags mit der 2. Mannschaft meines Jugendklubs Le Havre. Am Nachmittag trainierte ich alleine, oder mein Bruder kam ins Stadion, um mir ein paar Bälle zuzuschiessen», erinnert sich Mendy.

Auf Job-Suche

Dennoch wäre seine Karriere im selben Jahr fast zu Ende gegangen. «Meine Freundin erwartete unser erstes Kind. Ich wusste, das Arbeitslosengeld würde nicht für uns alle reichen. Deshalb begann ich, mich nach einem Job ausserhalb des Fussballs umzusehen», so der 1,96-Meter-Mann.

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Mendy hält gegen Sevilla stark
Aus Sport-Clip vom 21.10.2020.
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«Habe oft gezweifelt»

Im Sommer 2015 fand der damals 23-Jährige in der 2. Mannschaft von Olympique Marseille wieder eine Stelle. «Ich habe im Probetraining alles gegeben. Als ich den Vertrag erhielt, war es eine Befreiung. Als Fussballer ein Jahr nicht zu spielen, ist sehr lang. Ich habe oft gezweifelt», gibt Mendy zu.

Der Weg nach oben führte ihn via Reims und Rennes diesen Herbst zu Chelsea. Auch in Senegals Nationalmannschaft ist er inzwischen ein sicherer Wert. In 7 Spielen hat er erst 2 Gegentreffer kassiert.

Mendy weiss: «Dass wir jetzt so schöne Dinge erleben können, habe ich meiner Familie zu verdanken, die mich in der schwierigen Zeit unterstützt hat.»

SRF zwei, Champions League goool, 21.10.20, 00:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Dan Schmid  (Nillo)
    Diese Geschichte berührt mich irgendwie sehr. Es erstaunt und freut mich, dass ein solcher Aufstieg - aus den Niederungen des Fussballs hin zum Torhüter eines Topclubs - heute noch möglich ist. Ich wünsche Mendy alles Gute für die Zukunft.
    1. Antwort von marc rist  (mcrist)
      Ich wünsche mir, dass seine Landsleute, insbesondere die gleichaltrigen und die jüngeren, endlich eine andere Perspektive haben, als stereoptyp auf die Karte Sport setzen zu müssen.
    2. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      an marc rist (mcrist): genau, denn in 99% der Fälle geht es nicht so gut aus, wie bei Mendy.