Chelsea befindet sich in der Premier League in einer Negativserie mit historischem Ausmass. Das 0:3 gegen Brighton & Hove Albion am Dienstag war die fünfte Ligapleite ohne eigenes Tor in Folge – eine solche schwarze Serie hatte es zuletzt 1912 gegeben. Es war «das Jahr, in dem die Titanic sank», wie die BBC schrieb, «die Schlagzeile steht».
Es war in jeder Hinsicht inakzeptabel.
Chelsea musste unter anderem auf Kapitän Reece James sowie die Topspieler Cole Palmer und Joao Pedro verzichten. Trainer Liam Rosenior bot in seiner Not eine Fünferkette auf, seine Mannschaft spielte Angsthasenfussball. Nach einer halben Stunde hatte Brighton 7:0 Torschüsse und 15:1 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum.
«Es war in jeder Hinsicht inakzeptabel», sagte Rosenior, der erst im Januar als Nachfolger von Enzo Maresca an der Stamford Bridge installiert wurde und einen Vertrag über 6 (!) Jahre unterschrieb. «Ich bin wie betäubt vor Wut. Hier muss sich dringend etwas ändern. Von Professionalität war keine Spur. Ich denke, die Spieler müssen in den Spiegel schauen und hinterfragen, was sie beisteuern.»