Rudelbildung nach Schlusspfiff, aus dem Fansektor stieg schwarzer Rauch. Die Szene war sinnbildlich dafür, wie es momentan bei Wolfsburg zu und her geht. Chaos pur, als Vorletzter der Bundesliga herrscht nach der 1:2-Pleite gegen Aufsteiger HSV und der 8. sieglosen Partie in Serie im Abstiegskampf Alarmstufe Rot.
Als sich die Gemüter im Stadion beruhigt hatten, standen zwei Schweizer auf Seiten Wolfsburgs auf dem Platz. Sportdirektor Pirmin Schwegler und Aufsichtsrat Diego Benaglio übernahmen die Rolle der Spieler-Tröster, die Fassungslosigkeit und Enttäuschung war aber auch ihnen ins Gesicht geschrieben. Mit Jonas Adjetey stand zudem noch einer mit Schweizer Bezug auf dem Rasen. Bei seinem Startelfdebüt verschuldete der Ex-Basler den Penalty zum HSV-Siegtor.
«Ich glaube, es versteht sich von selbst, dass das heute kein schöner Tag für den VfL Wolfsburg ist. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden», sagte Schwegler nach den Szenen. Am Tag danach gab es die erste Konsequenz: Trainer Daniel Bauer und Geschäftsführer Peter Christiansen müssen gehen.