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Dominant zum 35. Meistertitel Bayern München: Von hinten bis vorne eine Wucht

Der 35. Meistertitel von Bayern München ist keine Überraschung, sondern das Gegenteil: logisch.

Feiernde Fussballspieler in roten Trikots auf dem Spielfeld.
Legende: Münchner Jubeltraube Die Bayern dominierten die Bundesliga von A bis Z. Imago/MIS

Es war eine gute Woche für den FC Bayern München. Erst das Weiterkommen in der Champions League gegen Real Madrid, dann der vorzeitige Gewinn der Meisterschaft. Letzteres ist indes weniger überraschend. Die Frage war vor Saisonbeginn nicht ob, sondern wann der FCB den 35. Meistertitel klarmachen würde. Antwort: am 30. Spieltag.

Der Bundesliga-Dominator der letzten 25 Jahre war auch in der Saison 2025/26 eine Klasse für sich, setzte sich bereits in der 1. Runde auf Platz 1 und hielt die Konkurrenz in der Folge gekonnt auf Distanz. Der 13. Titel in den letzten 14 Spielzeiten hat gezeigt: Wenn keiner Mannschaft eine Sensations-Saison wie Bayer Leverkusen 2023/24 gelingt, heisst der Meister Bayern München.

Kompany hat die Stars im Griff

Baumeister des Erfolgs ist wie schon in der Vorsaison Vincent Kompany. Der belgische Trainer, dessen Verpflichtung vor 2 Jahren sehr kritisch beäugt worden war, führte das Münchner Starensemble mit seiner ruhigen Art und gezielter Arbeit zur nächsten Meisterschale. Bereits im Oktober hatten die Bayern den Vertrag des 40-Jährigen vorzeitig bis 2029 verlängert. Ein Vertrauensbeweis, den man in München nicht oft sieht.

Freilich waren Kompanys Qualitäten an der Seitenlinie nicht allein ausschlaggebend für den neuerlichen Triumph. Dem Trainer steht ein Kader zur Verfügung, von dem sie in Dortmund, Leipzig und Leverkusen nur träumen können.

Ein Team aus Nationalspielern – und Neuer

Wie hochklassig die Bayern besetzt sind, sieht man in der Regel dann, wenn in der Bundesliga nicht gespielt wird. In den Nationalmannschaftspausen wird es ziemlich leer auf dem Trainingsgelände an der Säbener Strasse. Einzig im Tor stellen die Münchner keinen Nationalspieler. Und dies auch nur deshalb, weil Manuel Neuer 2024 seinen Rücktritt aus der DFB-Elf erklärt hat. Die Leistungen des 40-Jährigen würden allemal noch genügen.

Torwart in Aktion beim Ballfangen auf dem Spielfeld.
Legende: Auch mit 40 noch eine Bank Manuel Neuer verpasste zwar rund ein Drittel der Bundesligaspiele wegen Verletzungen. Doch wenn er fit ist, gibt es kaum ein Vorbeikommen an ihm. Imago/Steinsieck

Rund 20 Nationalspieler stehen bei den Bayern unter Vertrag. Viele von ihnen sind absolute Leistungsträger in Top-Auswahlen – wie zum Beispiel Joshua Kimmich (GER), Michael Olise (FRA), Luis Diaz (COL) oder Harry Kane (ENG). Ihren Kader lassen sich die Bayern einiges kosten. Rund 300 Millionen Euro pro Saison sollen allein für die Profimannschaft weggehen. Topverdiener sind Neuer, Kimmich, Kane und Jamal Musiala, die alle zwischen 20 und 25 Millionen Euro jährlich kassieren.

Tore, Tore, Tore

Geld schiesst eben doch Tore. Jede Menge Tore nämlich. In der 29. Runde knackten die Bayern beim 5:0 in St. Pauli den (eigenen) alten Bundesliga-Torrekord (101 Treffer 1971/72). Aktuell steht das Team bei 109 (!) Toren. Noch sind 4 Partien zu spielen – die Bestmarke dürfte noch deutlich nach oben geschraubt werden.

Drei Fussballspieler im roten Trikot auf dem Spielfeld.
Legende: Besser geht es nicht Luis Diaz, Michael Olise und Harry Kane (von links) ballerten die Bayern zum nächsten Titel. Imago/MIS

Mittelstürmer Kane schoss auch heuer Treffer am Laufmeter und wird die Torjägerkanone zum 3. Mal in Folge absahnen. Zusammen mit Olise und Diaz (das Trio kommt zusammen auf irrwitzige 59 Treffer und 102 Torbeteiligungen) bildet der Engländer ein Offensiv-Dreizack, der weltweit seinesgleichen sucht und in München an die Zeiten mit Robert Lewandowski, Franck Ribéry und Arjen Robben erinnert.

Wer soll sie stoppen?

Seit der Jahrtausendwende holten sich die Bayern 20 von 27 Meistertiteln. An der Säbener Strasse ist man bald bei einer Milliarde Umsatz im Jahr angelangt. Die anderen Bundesligisten hinken um mehrere 100 Millionen hinterher. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch die künftigen Titel nach München wandern.

Übersicht

SRF zwei, Champions League – Highlights, 15.4.26, 23 Uhr ; 

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