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Emotionales Interview Koscielny unter Tränen: «Ich wollte, dass Frankreich verliert»

Der französische Routinier ist aus der Nationalmannschaft zurückgetreten – und gibt tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt.

Laurent Koscielny.
Legende: Kein «Blauer» mehr Laurent Koscielny hat sich aus der Nationalmannschaft verabschiedet. Keystone

Eine Achillessehnenverletzung hatte im Sommer Laurent Koscielnys WM-Träume zerstört. Eigentlich sollte das Turnier in Russland der krönende Abschluss einer grossen Karriere werden, doch der langjährige Arsenal-Captain musste vom Sofa aus den Triumph seiner Landsmänner mitverfolgen.

Viele Menschen, von denen ich dachte, sie stünden mir nahe, haben mich enttäuscht.
Autor: Laurent Koscielny

Am Sonntagabend nun hat der 33-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft gegeben – und auf Canal+ in einem emotionalen Interview seine Beweggründe genannt.

Im emotionalen Dilemma

Trainer Didier Deschamps habe ihm zum Geburtstag am 10. September eine SMS geschickt, sich aber ansonsten während seiner langen Verletzungspause kaum gemeldet, erklärte Koscielny. «Viele Menschen, von denen ich dachte, sie stünden mir nahe, haben mich enttäuscht, nicht nur der Trainer.»

Der WM-Titel habe ihn «psychologisch viel härter getroffen» als die Verletzung selbst. «Während der WM hatte ich ein komisches Gefühl. Ich wollte einerseits, dass sie gewinnen, aber irgendwie auch, dass sie verlieren», sagte Koscielny unter Tränen.

Legende: Video Frankreich schlägt im WM-Final Kroatien abspielen. Laufzeit 06:46 Minuten.
Aus sportaktuell vom 15.07.2018.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Senn (Pascal Senn)
    Traurig, klar. Aber ich kann mit ihm kein Mitleid haben. Er hat so unglaublich viel Glück im Leben! Er war Spieler bei Arsenal, Mitglied der Equipe Tricolore und hat Millionen verdient. Klar ist er traurig, dass er nicht Weltmeister wurde, aber er sollte jeden Tag Gott danken, dass aus ihm das wurde, was er heute ist. Andere geben sich genau so viel Mühe oder sogar noch mehr und erreichen nie was er erreicht hat. Darum Laurent, hör bitte auf zu "brüele" ...
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    1. Antwort von Galvin Schmit (Galschmit)
      Bedürfnisse werden nie zueende befriedigt werden. es gibt keinen Menschen auf dieser Welt der keine Bedürfnisse hat. Reiche Menschen haben manchmal gleich viele Bedürfnisse wie arme. Das ist absolut menschlich immer mehr zu wollen deshalb verstehe ich auf Koscielnys Seite.
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    2. Antwort von Samuel Nogler (semi-arid)
      Kein Mitleid mit einem verletzten? Das finde ich traurig, ja sehr traurig. Es gibt keinen ersichtlichen Grund mit einem Reichen kein Mitleid zu haben - ausser vielleicht Neid, den sollte jeder allerdings ablegen. Ob arm oder reich, jeder Mensch hat Schwierigkeiten in seinem Leben. Da ist es wichtig, Mitgefühl zu zeigen und hinter solchen Menschen zu stehen, denn kein Geld der Welt, kann Geist und Seele trösten oder heilen.
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  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    @SRF in eigener Sache: beleidigender Kommentar gelöscht, gut gemacht, vielen Dank!
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    SRF: Bitte titelt zukünftig nicht mehr BLICK-mässig; Koscielny sagte, er habe gleichzeitig gehofft, dass Frankreich gewönne und verlöre. Er sagte nicht explizit, dass er auf eine Niederlage Frankreichs hoffte. Ich kann zwar vieles vertragen, aber irreführende Titel mag ICH zumindest wirklich nicht!
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    1. Antwort von Danny Kinda (Kinda)
      Leider hält das Clickbaiting auch beim SRF Einzug. Das ist ein trauriger Trend aber da SRF ein Staatsbetrieb ist und von Steuergeldern finanziert sind, hätten sie diese Spielchen eigentlich gar nicht nötig. Schätze da kann man nichts machen.
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