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Favre bittet um Geduld «Lassen Sie uns bitte Zeit»

Lucien Favre will mit Dortmund um die Meisterschaft mitspielen, appelliert allerdings, ihm die nötige Zeit zu geben.

Lucien Favre gibt an der Seitenlinie Anweisungen
Legende: Sieht noch viel Arbeit vor sich Der neue Dortmund-Trainer Lucien Favre. Keystone

«Natürlich ist es unser Ziel, eine Mannschaft aufzubauen, die langfristig Titel holen kann – das kann ich klar sagen. Aber manchmal dauert das zwei, drei Jahre», sagte der Schweizer Fussballlehrer der Sport Bild. Deshalb glaubt er nicht, dass in dieser Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Seriensieger Bayern München schon möglich ist.

Der BVB hat einen Neustart ausgerufen.
Autor: Lucien Favre

«Ich weiss, wie gross die Hoffnungen hier sind. Im Urlaub habe ich viele Fans getroffen, und sie alle haben mir gesagt: Jetzt jagt der BVB wieder Bayern, jetzt wird es wieder spannend», so Favre. Doch: «So schnell geht das nicht. Lassen Sie uns bitte Zeit! Der BVB hat einen Neustart ausgerufen.»

Der Schweizer Trainer stellt indes klare Forderungen an die BVB-Profis, die am Montag erst durch einen Last-Minute-Treffer von Kapitän Marco Reus zum 2:1 nach Verlängerung im DFB-Pokal beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth kamen.

Die Zuschauer sind nicht dumm, sie spüren das ganz genau.
Autor: Lucien Favre

«Wenn ein Spieler nur 90 Prozent gibt, ist das nicht zu akzeptieren – auch für mich als Trainer nicht. Du kannst Fehler machen, aber du musst den Spirit vorleben, den du dir selbst wünschst», betonte Favre.

Dabei spielen auch die Anhänger eine grosse Rolle: «Die Fans tolerieren es nicht, wenn ein Spieler nachlässt und nicht seinen Job macht. Die Zuschauer sind nicht dumm, sie spüren das ganz genau.»

Stürmersuche noch nicht abgeschlossen

Gerne würde Favre auch noch einen Stürmer in seinem Kader sehen. Als Kandidat gilt Paco Alcacer vom FC Barcelona. Doch der BVB-Übungsleiter meint dazu: «Es ist nicht einfach, einen passenden Spieler zu finden. Die Ablösesummen sind verrückt, aber ich akzeptiere das ohne Probleme.»

Legende: Video Der BVB quält sich eine Runde weiter abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.08.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 20.8.18, 22:35 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Will sturzenegger (afängerli)
    Sehr gut LF. Wer Sie kennt, weiss, was Sie wollen. Sie haben es ja schon mit MGB bewiesen wie man die Lederhosn besiegt; wenn auch nur in Hin- und Rückspiel... sie wollen den Titel und ganz ganz viele trauen Ihnen diesen zu. Dieses Frühjahr habe ich einige Spiele in Nice besucht und mit dortigen Fans gesprochen. Gebetsmühlenartig sagten alle: Möge Favre doch da bleiben; einen besseren Trainer hatten wir noch nie. Und der BVB besitzt definitiv mehr Klasse; grade auch dank Ihnen. Toi toi
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Teile Ihre Ansicht, P. Winiger. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut! alles braucht seine Zeit, die Meisterschaft in Deutschland beginnt ja erst. In anderen Ländern sind solche Probleme durchaus ebenso, sehen wir ja auch bei uns in der Schweiz. Im übrigen freue ich mich auf die BL und hoffe, dass dieses Jahr die BVB und Mö-Gladbach den Bayern die Stirne halten, entgegen "Kicker" der die Bayern bereits wieder als grossen Favorit sieht. Cup ist sowieso anders, man sah es Biel gegen YB.
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  • Kommentar von pius winiger (süsse maus)
    Dortmund spielte wenig überzeugend. Greuter Fürth hätte den Sieg genauso verdient gehabt. Auch wenn Favre ein erfolgreicher Trainer ist, der Fussball auf hohem Niveau spielen lässt, müssen die Spieler Spielverständnis, taktische Flexibilität & die Motivation mitbringen, Favres Systemverständnis umsetzen zu wollen. Deshalb arbeitet Favre gerne mit jungen Spielern, die noch wissensdurstig sind. Offensichtlich ist aber, dass dem BVB zwei bis drei Stürmer fehlt, die im Strafraum torgefährlich sind
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    1. Antwort von Will sturzenegger (afängerli)
      Wer hat den Nice vor Favre von Plea oder Balotelli gesprochen. Sie sind nicht im Bilde, sorry
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    2. Antwort von pius winiger (süsse maus)
      @sturzenegger: Plea & Balotelli sind doch genau solche Strafraumstürmer, wie der BVB sie gerade braucht. Dies steht so in meinem Kommentar. Daneben hat natürlich auch Favre mit erfahrenen Spielern gearbeitet (Dante, Balotelli, Jallet, Schneijder etc.). Diese Spieler waren aber allesamt in ihren vorherigen Clubs in eine Sackgasse geraten. Favre verstand es, sie zu integrieren & sie um die vielen jungen Spieler zu Leaderfiguren zu formen. Balotelli war übrigens bis vor kurzem beim BVB im Gespräch
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