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Goalie Fernandes ist zurück Das Comeback eines Verurteilten im Tor

Zehn Jahre nach der grausamen Ermordung seiner Freundin kehrt der Brasilianer Bruno Fernandes ins Profigeschäft zurück.

Bruno Fernandes 2007, als er sich der Polizei in Rio de Janeiro stellte.
Legende: Vor 10 Jahren Bruno Fernandes 2010, als er sich der Polizei in Rio de Janeiro stellte. Getty Images

Als erstes sprang der lokale Sponsor ab, die Trainerin des Frauen-Teams kündigte, ein kleiner Protestaufmarsch vor dem Stadion, viel Entsetzen im Internet. Dies die Begleiterscheinungen, wenn am Samstag Bruno Fernandes das Tor des brasilianischen Provinzklubs Rio Branco FC zum Start der nationalen 4. Liga hütet.

Ein 35-Jähriger, der seit Juli 2019 nach zu einem Drittel abgesessener Strafe von 20 Jahren und 9 Monaten aufgrund des in Brasilien angewandten Progressionsvollzugs ausserhalb des Gefängnisses wohnen und arbeiten darf. Rechtlich spricht nichts dagegen, moralisch vieles.

Entführt, gefoltert, getötet

Denn exakt vor 10 Jahren – wenige Monate zuvor hatte er CR Flamengo den Meistertitel festgehalten und war auf dem Sprung in die «Seleção» – gab er eine Gräueltat in Auftrag. Auf sein Geheiss entführten, folterten und töteten zwielichtige Kumpanen damals seine Freundin.

«Es gibt einen Haufen von Ermittlungsfehlern», beschwerte sich Fernandes vor wenigen Tagen gegenüber dem Fernsehsender SBT – und zeigt so bis heute keine Reue.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jose Fankhauser  (JoRoPatat)
    Nach 10 Jahren wieder draussen. Hoffe der findet keine neue Freundin. Bei nur 10 Jahren für Mord kommt er vielleicht wieder in Versuchung... Unglaublich!
    1. Antwort von Jean-Denis Lutz  (Answerthink)
      1/3 von 20 Jahren. Also knapp 7.
      Dass der überhaupt wieder das Licht erblickt ist ein Skandal sondergleichen...
  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    10 Jahre Haft für Mord! Der muss ja einen ganz guten Anwalt haben oder das Land hat ein sehr lasches rechtssystem.
  • Kommentar von Michael Stähli  (Mich)
    Sonst wird immer nach Resozialisierung von Straftätern geschrien. Wenn jetzt ein Fussballer nach abgesessener Strafe, ob jetzt 9 Jahre für Mord genau sind sei dahin gestellt, wieder seinem angestammtenBeruf nach gehen will um wieder auf eigenen Beinen zu stehen ist das auch nicht recht. Wenn er Bauarbeiter wäre würde sich niemand darum scheren das er wieder arbeitet