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Legende: Video Kean erzielt das 2:0 gegen Cagliari abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 03.04.2019.
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Juve-Teenager Kean beleidigt Rassismus-Skandal sorgt für Gesprächsstoff

Nach seinem Tor in Cagliari wurde Juves Moise Kean von den Heim-Fans beleidigt. Nun äussern sich Trainer und Mitspieler.

In der 85. Minute traf Moise Kean für Juventus Turin zum 2:0-Schlussresultat bei Cagliari. Sein Tor feierte der 19-jährige Italiener mit ivorischen Wurzeln mit ausgebreiteten Armen unmittelbar vor der Heim-Kurve. Dies brachte die Cagliari-Tifosi auf die Palme. Kean wurde von den sardischen Zuschauern wiederholt rassistisch beleidigt. Ausserdem gab es Buhrufe von den Tribünen.

Juve-Trainer Massimiliano Allegri verurteilte die Aktion der Cagliari-Anhänger: «Rassistische Fans müssen mit Videoüberwachungsanlagen identifiziert und für ewig aus den Stadien verbannt werden. Das Problem ist, dass das niemand tun will.»

Die Schuld liegt zu 50 Prozent bei der Kurve und zu 50 Prozent bei Moise.
Autor: Leonardo BonucciVerteidiger Juventus Turin

Allerdings ermahnte er auch seinen Spieler: «Kean muss reifer werden und die Gegner respektieren. Fans dürfen sich nicht schlecht verhalten, aber Spieler dürfen auch nicht provozieren.» Gleich sah es auch Juventus-Verteidiger Leonardo Bonucci: «Ich denke, die Schuld liegt zu 50 Prozent bei der Kurve und zu 50 Prozent bei Moise. Er hätte lieber mit seinen Mitspielern feiern sollen.»

18 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Gerne gehe ich nach Italien. Ich schätze die italienische Bevölkerung. Aber diesen Rassismus kann ich nicht dulden, selbst wenn Kean eine blöde Geste von sich gab. Dies kann man anders erwidern als mit Rassismus. (Dies gilt weltweit!) - Die Politik Italiens ist am Boden, ist für die Bevölkerung kaum vertrauenswürdig. Ich hoffe nicht, dass sich die Rufe nach dem "starken Mann" vermehren, dass also nicht ein Rückfall in die Zeiten des "Duce" geschieht, wo Rassismus sehr vorrangig war.
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  • Kommentar von Matthias Schönenberger (matthisch)
    "Ausserdem gab es Buhrufe von den Tribünen" Ich weiss nicht was ihr erwartet. Aber wenn ein extrovertierter Spieler sein Tor vor den gegnerischen Fans provokativ (egal was davor war) zelebriert, muss man mit Buhrufen rechnen, was auch absolut normal ist und zum Sport gehört. Natürlich rechtfertigt das niemals rassistische Gesten, welche keinen Platz haben.
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  • Kommentar von Nico Siegfreed (Poitch)
    In Fussball-Italien gibt es generell Rassismus-probleme und zwar schon immer. Die Aussage von Bonucci beweist es leider... Hat der Torschütze provoziert? Ja. Haben Fans das Recht, sich über Provokationen aufzuregen? Ja. Ist das eine Rechtfertigung für rassistische Beleidigungen? NEIN, Herr Bonucci! Niemand hat rassistische Beleidigungen verdient, ganz egal aus welchem Grund.
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    1. Antwort von Serdar Hasdemir (Jetztlangts)
      Come on! Bonuccis Aussage entlarvt ihn doch klar als Rassisten. Provokation!? Schaut doch mal genau hin. Schaut auf die Geste von Kean. Sie spricht Bände. Leicht ausgestreckte Arme, etwa so, als würde er eine Umarmung signalisieren. Ein Gesichtsausdruck, der sagt: Ja, ich bin schwarz aber ich lebe hier und spiele sogar für die Nati dieses Landes. Akzeptiert mich! Und genau das ist die Provokation. Empörung darüber, dass ein Schwarzer den Anspruch erhebt gleichberechtigt und akzeptiert zu sein.
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