Das Handelsgericht in Nantes entschied, dass den französischen Erstligisten in Bezug auf den Absturz des Sportflugzeugs über dem Ärmelkanal kein Verschulden treffe. Es urteilte ausserdem, dass Nantes einen immateriellen Schaden erlitten habe und verurteilte Cardiff City zur Zahlung von 480'000 Euro.
Cardiff hatte 2023 das Gericht in Nantes angerufen, um rund 120 Millionen Euro für Einkommensverluste zu fordern, die dem Klub seiner Meinung nach durch den Tod von Emiliano Sala entstanden waren, der gerade von Nantes nach Cardiff gewechselt war.
Der zum Unglückszeitpunkt 28-jährige Spieler starb am 21. Januar 2019 beim Absturz des Sportflugzeugs, das ihn zum 1. Training mit seinem neuen Klub ins walisische Cardiff bringen sollte.
Der Pilot der Unglücksmaschine soll weder eine Lizenz für kommerzielle Flüge noch für Nachtflüge gehabt haben. Ausserdem wies das Flugzeug technische Mängel auf. Der Geschäftsmann, der den Flug mit der einmotorigen Maschine organisiert hatte, wurde deshalb bereits zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt.