Frühes Aus im DFB-Pokal, frühes Aus in der Champions League – frühes Aus im Titelrennen der Bundesliga? Genau dieses Szenario droht Borussia Dortmund. Mit einem Sieg am Samstag könnte der BVB den Abstand zum Rekordmeister immerhin auf fünf Punkte verkürzen. Es würde zumindest wieder annähernd so etwas wie Spannung in den Titelkampf bringen, während ein Sieg der Bayern wohl die Vorentscheidung im Meisterrennen wäre.
Dortmund hat keine einfache Woche hinter sich. Am Mittwoch verspielte man in Bergamo ein 2:0-Polster aus dem Hinspiel und verpasste nach einer 1:4-Niederlage den Einzug in die Achtelfinals der Champions League. Der BVB lieferte dabei eine schwache Vorstellung ab und wird am Samstag ein anderes Gesicht zeigen müssen, um nicht auch von den Bayern abgestraft zu werden.
«Spiele wie das» (gegen Atalanta Bergamo), sagte Kobel nach dem Training am Donnerstag, «gehören zum Fussball dazu. Für uns als Profis ist es extrem wichtig, uns auf das zu konzentrieren, was wir beeinflussen können.» Der Schweizer Nati-Goalie hatte gegen die Bergamasken vor dem letztlich entscheidenden 4. Gegentreffer einen schlimmen Fehlpass gespielt.
Lange Durststrecke vor Heimpublikum
Mit einem Heimsieg gegen Bayern München hat es für Dortmund schon länger nicht mehr geklappt. Der letzte datiert von August 2019 (2:0). Die gute Nachricht: Die jüngsten Duelle mit den Bayern waren immer eine knappe Kiste. Im Oktober unterlag man in München 1:2, die beiden Begegnungen in der Vorsaison endeten jeweils ohne Sieger.
«Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, waren wir immer nah dran, haben es aber nie wirklich geschafft», sagte Kobel, und auch in dieser Saison seien die Bayern «ein unglaubliches Team». Der 28-Jährige mahnte daher an, «dass wir uns auf uns konzentrieren, dass wir versuchen, uns als Team zu verbessern, um dann mit ihnen konkurrieren zu können».
Die Stärken des BVB sieht Kobel dabei vor allem in der Defensive. Nach 23 Spieltagen hat er erst 22 Tore kassiert, nur die Abwehr der Bayern (21) steht ligaweit noch besser da.