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Liverpool-Kenner blickt voraus «Für Shaqiri geht es um alles oder nichts!»

Journalist James Pearce sieht Xherdan Shaqiri nicht in Liverpools Startelf. Trotzdem könne er noch wertvoll werden.

Legende: Video Shaqiri mit Traumtor beim Liverpool-Einstand abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 29.07.2018.

Am 12. August startet der FC Liverpool daheim gegen West Ham in die neue Premier-League-Spielzeit. Die «Reds» haben kräftig aufgerüstet, insgesamt 210 Millionen Franken ausgegeben, unter anderen für Xherdan Shaqiri. Liverpool-Experte James Pearce spricht vor dem Saisonstart...

... über den Wert des Transfers:

  • «Es ist eine Win-Win-Situation. Shaqiri hatte schwierige Jahre bei Stoke City, das im Tabellenkeller herumdümpelte. Er ist ein viel zu guter Spieler, um für ein solches Team zu spielen. Für ihn ist es ein Traumwechsel, er ist zurück im Konzert der Grossen. Und aus Liverpooler Sicht: 13 Millionen Pfund für einen Spieler seines Kalibers. Das ist nicht viel in der heutigen Zeit. Für Liverpool ist es ein Transfer ohne Risiken.»

... über Shaqiris Rolle im Team:

  • «Wenn alle fit sind, sehe ich ihn momentan nicht in der Startelf. Ich glaube, er wurde geholt, um dem Kader mehr Tiefe zu verleihen. Als Ersatzmann auf dem Flügel für Sadio Mané oder Mohamed Salah. Ich habe ihn im Trainingslager in den USA darauf angesprochen, er lächelte nur und sagte: ‹Ich glaube an meine Fähigkeiten. Ich will spielen!›.»

... über Shaqiris Fallrückzieher in der Vorbereitung:

  • «Das war natürlich ein inspirierendes Stück individueller Klasse, das auch unter den Fans Hoffnungen schürt. Interessanterweise setzte ihn Jürgen Klopp in jenem Match gegen Manchester United in der Zentrale als offensiven Mittelfeldspieler ein. Shaqiri ist vielseitig. Und wenn er weiter mit einer solchen Energie auftritt, kann er aus der Ersatzrolle ausbrechen.»

... über Shaqiris Kritiken:

  • «Sein Ex-Mitspieler Charlie Adam sagte, er tauche in wichtigen Spielen ab. Und Experte Gary Neville meinte, er sei faul. Aber hätte ihn Jürgen Klopp geholt, wenn er Shaqiris Arbeitsmoral infrage stellen würde? Es ist simpel: Wenn er nicht 100 Prozent gibt, auch in der Rückwärtsbewegung, kommt er nicht zum Einsatz. Shaqiri kennt seinen etwas seltsamen Karriereweg selber. Er weiss, wenn er jetzt nicht einschlägt, findet er sich bald bei einem Team der Mittelklasse wieder. Es gilt: alles oder nichts!»

... über Liverpools Aussichten:

  • «Bezogen auf meine Beobachtungen ist Liverpool erster Herausforderer von Manchester City. Klopp scheint sehr zufrieden mit seinem Kader. Salah und Mané sind nach der WM wieder stark zurückgekommen, viele junge Spieler sind ins Team gerückt und haben geglänzt. Es kann schnell gehen im Fussball, wenn die Konkurrenz plötzlich noch Millionen ausgibt... Aber Liverpool ist sehr gut aufgestellt.»

James Pearce (41)

James Pearce (41)

Seit über zehn Jahren begleitet Pearce den FC Liverpool für die Zeitung «Liverpool Echo» hautnah. Er gilt als zuverlässigste Quelle, wenn es um News rundum die «Reds» geht.

twitter.com/jamespearceecho

Sendebezug: Radio SRF 3, Sportbulletin, 29.07.2018, 07:00 Uhr

22 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Wenn jemand aus Shaquiri das Optimum herauskitzeln kann,ist es Klopp. Genauso wie er Salah vom Diamanten zum Kronjuwelstein geschliffen hat.
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Gerne schreibe ich etwas zum Artikel, also zu den Einschätzungen des Liverpool-Kenners J. Pearce. Offenbar hat dieser Journalist zum Glück keine Voreingenommenheit für oder gegen Shaqiri (anders als die meisten Kommentierenden hier). Entsprechend interessant und aussagekräftig sind die Angaben des Herrn Pearce. Man darf also gespannt sein, wie es Shaqiri (und dem FC Liverpool) gehen wird.
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  • Kommentar von Walter Gfeller (zweiwelt)
    Xherdan Shaquiri hat für Schweizer Verhältnisse und sein Alter eine einmalige Karriere vorzuweisen! Die Schweizer Nationalmannschaft wäre ohne ihn kaum an der WM in Russland gewesen und da auch nicht weitergekommen ohne Shaquiris Sinn fürs Spiel. Er wird auch in Liverpools Spitzenteam seinen Platz bekommen, wenn er sich nicht verletzt.
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