Ganz vergessen ist man an der Alten Försterei nie, Urs Fischer weiss das. Mit einem «Fussballgott»-Ruf werden verdiente ehemalige Spieler und Mitarbeiter von Union Berlin bei Heimspielen für gewöhnlich vor Anpfiff herzlich empfangen.
Am Samstag, wenn Union Schlusslicht Mainz zum ersten Heimspiel 2026 empfängt, dürfte es laut werden: Fischer kehrt erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück – als Freund und Gegner zugleich. Gastgeschenke will der Schweizer trotz Kultstatus nicht machen.
Das wird sicherlich emotional werden. Wenn ich etwas anderes erzählen würde, würde ich lügen.
«Ich durfte dort eine Wahnsinnszeit erleben. Das wird sicherlich emotional werden. Wenn ich etwas anderes erzählen würde, würde ich lügen», sagte Fischer, der im Dezember beim FSV die schwierige Retter-Mission übernommen hatte: «Ich muss das Nostalgische ausblenden. Ich hoffe, dass wir etwas Zählbares aus Berlin mitnehmen.»
Fischer hat Mainz stabilisiert, ist noch ungeschlagen. In der Conference League gelangen je ein Sieg und Remis, in der Bundesliga bleibt die Lage trotz zweier Punktgewinne – darunter der Achtungserfolg in München (2:2) – brisant.