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Europacup-Sperre gegen Manchester City aufgehoben
Aus Sport-Clip vom 13.07.2020.
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Malaga, Mailand und Co. In diesen Fällen hat das «Financial Fair Play» gegriffen

Die Europapokal-Sperre von 2 Jahren für ManCity wurde am Montag aufgehoben. Andere Teams kamen in der Vergangenheit weniger glimpflich davon.

Am Montag hat der Internationale Sportgerichtshof TAS die Europapokalsperre von Manchester City gekippt und damit dem «Financial Fair Play» (FFP) der Uefa einen schweren Schlag versetzt. In anderen Fällen hat der Kontrollmechanismus der Uefa dagegen gegriffen. Der Überblick:

  • FC Malaga: Sperre – und Absturz

In der Champions League war Malaga im Jahr 2013 auf dramatische Weise in der Nachspielzeit am späteren Finalisten Borussia Dortmund gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt war der verschuldete spanische Klub bereits von der Uefa verurteilt worden. Am 21. Dezember 2012 erhielt Malaga aufgrund von Verstössen gegen das Financial Fairplay als erster Verein eine Sperre für den Europapokal. Im Jahr 2018 rutschten die Andalusier in die Zweitklassigkeit ab.

Der FC Malaga im Champions-League-Viertelfinal 2013.
Legende: Erst an Dortmund gescheitert Der FC Malaga im Champions-League-Viertelfinal 2013. imago images
  • AC Milan: Ausschluss und Anfechtung

Der siebenmalige Europapokalsieger der Landesmeister bzw. Champions-League-Gewinner aus der Lombardei wurde im vergangenen Jahr aus der Europa League ausgeschlossen. Die Mailänder hatten vor dem TAS einem Vergleich zugestimmt, offenbar drohten den «Rossoneri» wegen ihrer Vergehen gegen das FFP noch drastischere Strafen. Bereits für den Zeitraum von 2015 bis 2017 war Milan ein Transferminus von 255 Millionen Euro nachgewiesen worden, doch der 18-malige italienische Meister konnte das Urteil vor dem TAS erfolgreich anfechten.

  • Paris St-Germain: Dubioser Sponsoring-Deal

Die spektakuläre Rekord-Verpflichtung des brasilianischen Superstars Neymar (222 Millionen Euro) und der Transfer des französischen Youngsters Kylian Mbappé (180 Millionen Euro) erregten die Aufmerksamkeit der Uefa. Besonders die aufgeblähten Sponsoring-Deals mit dem PSG-Besitzer Qatar Sport Investment Group standen bei den Untersuchungen im Fokus. Der Klub versuchte daraufhin, die Abhängigkeit zu seinen Geldgebern zu verringern – mit Erfolg: Im März 2019 schloss der TAS die Untersuchungen.

Paris St-Germains Neymar (links) und Kylian Mbappé.
Legende: Über 400 Millionen Euro für Verpflichtungen Paris St-Germains Neymar (links) und Kylian Mbappé. imago images
  • Olympique Marseille: Langjährige Geldprobleme

Der neunmalige französische Meister hat seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, auch das Investment des US-Geschäftsmanns Frank McCourt im Jahr 2016 konnte eine von der Uefa verhängte Geldstrafe in Höhe von 3 Millionen Euro gegen OM nicht abwenden. Ausserdem erhält Marseille bis 2023 nur 85 Prozent seiner Einnahmen, die es über die internationalen Wettbewerbe erhalten würde. Mit dem 2. Platz in der coronabedingt abgebrochenen Saison qualifizierte sich Marseille erstmals seit 2014 wieder für die Königsklasse.

  • Roter Stern Belgrad / Dynamo Moskau / Galatasaray Istanbul

Alle 3 Klubs hatten gegen das FFP verstossen und wurden deshalb jeweils für ein Jahr aus dem Europapokal ausgeschlossen. Dynamo Moskau wurde in der Saison 2015/16 gesperrt und rutschte in die 2. Liga ab, kehrte nach nur einem Jahr allerdings wieder in die Premjer Liga zurück. Sowohl beim ehemaligen Europapokalsieger der Landesmeister, Roter Stern Belgrad (Sperre 2014), als auch bei Galatasaray Istanbul (2016) haben die Uefa-Sanktionen keine bleibenden Schäden hinterlassen. Beide Klubs holten 2018 und 2019 jeweils die nationale Meisterschaft.

Radio SRF 3, Mittagsbulletin, 13.7.20, 12:05 Uhr;

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