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Schäfer: «Wir fordern eine solidarischere Verteilung der Gelder»
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Nach Absturz der Super League Die Arroganz der Grossen als Glücksfall für die Kleinen?

SFL-CEO Claudius Schäfer hofft, dass die Uefa nach den Turbulenzen um die europäische Super League einen Schritt auf die kleineren Teams und Ligen zugeht.

Rund um das Getöse betreffend der Gründung einer European Super League und deren schnellen Untergang ging beinahe ein wenig unter, dass die Uefa am Montag eine Reform der Champions League auf die Saison 2024/25 beschloss.

Trotz Aufstockung von 32 auf 36 Teams wird es für Schweizer Klubs aber nicht einfacher werden, sich für die «Königsklasse» zu qualifizieren. Da macht sich auch der CEO der Swiss Football League, Claudius Schäfer, keine Illusionen.

Diese Klubs haben gezeigt, dass sie nicht vertrauenswürdig sind.
Autor: Claudius Schäfer

Schäfer hofft nun aber, dass die Uefa bei der Ausschüttung der Gelder einen Schritt auf die kleineren Ligen und Teams zugehen wird. Nicht zuletzt deshalb, weil die Topklubs mit dem Versuch der Etablierung eines eigenen Wettbewerbs ihr wahres Gesicht gezeigt hätten.

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Ist der Ruf der Topklubs nun geschädigt, Claudius Schäfer?
Aus Sport-Clip vom 21.04.2021.
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«Diese Klubs haben gezeigt, dass sie nicht vertrauenswürdig sind. In der Vergangenheit wurden diese Klubs stark mit einbezogen, wenn es um die Finanzierung ging», sagt Schäfer. Nun müsse man auf diejenigen setzen, die ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel gesetzt hätten und das Uefa-Europacup-Konstrukt mitgetragen hätten.

Positive Zeichen von der Uefa

Es werden bei der CL-Reform ab 2024 sehr viel mehr finanzielle Mittel fliessen. «Wir fordern schon lange, dass das Geld solidarischer verteilt werden soll. Es soll vermehrt zu den mittleren und kleineren Ligen und deren Klubs fliessen, wo es zweckgebunden eingesetzt werden muss», so Schäfer. Er denkt dabei vor allem an die Nachwuchsarbeit.

Der europäische Fussballverband habe nun erste positive Zeichen ausgesendet, meint Schäfer weiter. «Und nach dem Konflikt, der losgetreten wurde, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Uefa noch eine Kehrtwende machen wird.»

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Wie Schäfer die turbulenten letzten Tage erlebt hat
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SRF zwei, «Super League Goool», 18.04.2021;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Dass die UEFA den "Kleinen" sportlich entgegenkommt wäre viel wichtiger als die Geldklönerei. Es kann nicht sein dass Meister der kleineren Ligen mehr Qualirunden spielen müssen als die 4. der Grossen. DA müsste endlich angesetzt werden - und das erbärmliche "Gstürm" um diese "Superliga" wäre die Gelegenheit dem Gebaren der "Grossen" Einhalt zu gebieten. Leider fehlt den Funktionären nach wie vor der Mut - und vor der nächsten UEFA-Sitzung wird wieder Gründung einer wilde Liga angedroht.... ;-))
    1. Antwort von David Peier  (RobDiNero)
      Einverstanden. Dann müssen sich aber die "Kleinen" und die UEFA auch darauf gefasst machen, dass diese Spiele nicht mehr so hoch dotiert sind - denn die "Grossen" können sich die Kosten nicht mehr leisten.

      Sprich die CL und EL wird für Werbepartner/TV nicht mehr so interessant - was den Preis auch wieder runter schraubt! Oder die UEFA verdoppelt einfach die Anzahl Spiele... Dann gehts auch wieder auf..

      Die UEFA macht sicher auch mal Gutes - aber es sind viele faule Hunde begraben!
    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Peier - ich finde der Sport sollte an erster Stelle stehen. Diese ungebremste Cash Melkerei muss doch mal Grenzen haben. Nennen Sie mich ruhig "altmodisch".... ;-))
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    @ Peier: Ich weiss, die Uefa/ Fifa haben viele Fehler gemacht. Die Inflation der Spiele ist für die grossen Klubs nicht gut. Grössere Kader/ Mehr Spiele ( Meisterschaft/ Cup/ Nations League/ WM-Quali/ Em Quali/ Em/ Wm/ Supercup/ Klub Wm und jetzt soll auch noch der
    Fifa World Cup Kommen), das ist zuviel! Die Verletzungsgefahr steigt, die Spiele werden immer mehr. Die CL Reform ist auch nicht gut. Aber die Uefa hat sich auch viel für die kleinen getan. Bei der SL ging es nur um Gier und Geld!!
    1. Antwort von David Peier  (RobDiNero)
      Die Superliga in dieser Form ist nicht tragbar - gebe ich Ihnen recht. Es kann nicht sein, dass man sich dank den Lorbeeren der Vergangenheit in Rosen betten kann und sich nur 5 von 20 Mannschaften qualifizieren können und zum Zuschauen verdammt sind. Aber ich glaube an die Idee dass die besten Mannschaften gegeneinander spielen und sie sich attraktive Fights liefern. Auch könnte Teil des Geldes an die gesamte Liga ausgeschüttet werden, auch für Jugendprojekte, Aufsteiger, Ideen gibts einige.
    2. Antwort von David Peier  (RobDiNero)
      Was aber nicht sein kann, mit Verlaub... Eine spanische Liga verkauft sich besser wenn ein Messi bei Barca spielt, ein Ronaldo bei Real Madrid, Atletico 2 mal im CL Final steht. Davon profitieren alle in der Liga!!!
      Nur, die Spiler der top 3 haben doppelt sovieel Spiele in der Saison - Kader müssen entsprechend grösser sein. Ergo sind die Ausgaben einiges grösser und tragen das grössere Risiko - auch für rote Zahlen. Dank C19 machen die top 3 minus und die anderen plus - ist das fair?
  • Kommentar von David Peier  (RobDiNero)
    Und wenn wir gleich noch bei Al Khelaifi bleiben... War da nicht letztes Jahr ein Prozess wo's um Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe von WM-Fernsehrechten? Ach ja, er wurde frei gesprochen... :D

    Er ist seit 2019 im UEFA-Exekutivkomitee... FFP damit auch vom Tisch! :D
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Eine Superliga kann nicht die Lösung sein. Ich habe nichts gegen Geld im Fussball.
      Genug ist aber genug.
      Die Banner wurden abgenommen an der Anfield Road. Guardialo war nicht dafür. Klopp war nicht dafür. Auf Sky Sports Football England, habe ich Gary Neville/ Jamie Carragher zu dem Thema gehört.Die prangerten an, dass Liverpool/ Manu/Arsenal ein Klub ist der aus Arbeitern gross wurde.Das sind Klubs der Fans für die Fans,die können sowas einfach nicht gutheissen.Das müssen sie doch auch sehen?