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Nach den Cup-Pleiten Barça und Real: Bloss nicht den Haussegen gefährden

Nach ihrem ungewohnt frühen Ausscheiden in der Copa del Rey geben sich Real Madrid und Barcelona demonstrativ gelassen.

Barcelonas Captain Lionel Messi schlägt die Hände entsetzt vors Geischt
Legende: Äusserte sich zuletzt ungewohnt forsch Barcelonas Captain Lionel Messi. Keystone

Am Donnerstag schieden Real Madrid (3:4 zuhause gegen Real Sociedad) und Barcelona (0:1 in Bilbao) schon im Viertelfinal aus dem spanischen Cup aus:

  • Erstmals seit 2009/2010 steht keiner der beiden Topklubs im Halbfinal.
  • Barcelona schaffte es sogar seit 2014 jedes Jahr bis ins Endspiel.

Im Lager beider spanischen Giganten waren die Protagonisten nach den unerwarteten Pleiten bestrebt, aufkommende Kritik im Keim zu ersticken.

Bei Real agierte ausgerechnet die bisher herausragende Defensive schwach:

  • In 22 Ligaspielen haben die Madrilenen erst 13 Tore kassiert – Klubrekord!
  • Das Out in der Copa del Rey ist Reals erste Niederlage seit 21 Spielen.

Trainer Zinedine Zidane stellte gegen Real Sociedad mit Nacho und Militao zwei Spieler aus dem zweiten Glied in die Viererkette. Einen Zusammenhang zum zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand seines Teams erkannte er darin aber nicht: «Ich denke nicht, dass wir mit der Rotation falsch gelegen sind.»

Der Franzose blieb in der Fehleranalyse vage und rückte lieber den bisherigen Saisonverlauf in den Fokus: «Bislang haben wir es grossartig gemacht, aber heute nicht – irgendetwas ist passiert.»

Anders als Real verlor Barça unglücklich. Bilbaos 1:0 in der Nachspielzeit war ein Lucky Punch aus dem Nichts. Trainer Quique Setién resümierte daher: «Alles lief gut heute, ausser das Resultat – ich bin relativ zufrieden.»

Messi ungewohnt forsch

Tatsächlich brodelt es bei den Katalanen derzeit eher abseits des Spielfelds. Grund dafür ist ein offener Zwist zwischen Sportchef Eric Abidal und Lionel Messi. Abidal hatte erklärt, die Entlassung von Trainer Ernesto Valverde im Januar sei teilweise Einstellungsproblemen der Spieler geschuldet gewesen.

Messi konterte am Dienstag via Instagram: «Wenn man über Spieler redet, sollte man auch die Namen nennen – ansonsten beschmutzt man den Namen eines jeden und streut unwahre Gerüchte.» Tatsächlich befeuert der Konflikt die Gerüchteküche – ein Abgang von Messi im Sommer wird medial diskutiert.

Blick nach vorn richten

So ärgerlich das Cup-Out auch sein mag: Unruhe können angesichts der anstehenden Aufgaben weder Real noch Barcelona gebrauchen. Denn noch sind zwei Titel zu vergeben. In der Meisterschaft läuft es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen der ewigen Rivalen hinaus – und in den CL-Achtelfinals heissen die Gegner Ende Februar Manchester City (Real) und Napoli (Barcelona).

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 6.2.2020, 22:06 Uhr

rha

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