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Analyse der Favre-Entlassung (SRF 4 News)
abspielen. Laufzeit 05:59 Minuten.
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Nach der Entlassung beim BVB Favre: Das ewige Talent ohne Biss

Bundesliga-Kenner Stefan Osterhaus analysiert die Entlassung von Trainer Lucien Favre bei Dortmund.

«Das Erreichen unserer Saisonziele ist aufgrund der zuletzt negativen Entwicklung stark gefährdet.» So erklärten die Verantwortlichen des BVB die Entlassung von Trainer Lucien Favre am Sonntag. Ein Trainer notabene, der mit 2,01 Punkten pro Spiel nach Thomas Tuchel (2,12) den zweitbesten Schnitt aller Dortmund-Coaches aufweist.

Allerdings stimmten die Resultate zuletzt nicht mehr, kulminiert beim 1:5 gegen Aufsteiger Stuttgart. Favres Ende ist irgendwie symptomatisch. Ist der Waadtländer ein ewiges Trainer-Talent, dem im entscheidenden Moment der Biss fehlt? «Dieser Eindruck drängt sich auf», meint der deutsche NZZ-Fussballkorrespondent Stefan Osterhaus. Das habe auch zum Bruch bei seinen früheren Stationen Hertha Berlin und Mönchengladbach geführt.

Ich sehe ihn eigentlich eher als Klubtrainer, der sehr viel Zeit mit seiner Mannschaft im Trainingsalltag verbringen will.
Autor: Stefan Osterhausüber eine mögliche Nati-Zukunft von Favre

Favre hat den BVB klein gemacht

«Die Meisterschaften mit Dortmund verlor Favre jeweils nicht gegen die Bayern, sondern gegen Abstiegskandidaten und Mittelklasse-Teams», erklärt Osterhaus. «Er kann in solchen Momenten die nötige Spannung im Team nicht aufrechterhalten.»

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Archiv: BVB trennt sich von Favre
Aus Sport-Clip vom 13.12.2020.
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Er habe seinem Team auch stets vermittelt, dass man eigentlich nur die Nummer 2 hinter den Bayern sei, dass diese viel den besseren Kader hätten. «Das ist keine Art und Weise, eine Mannschaft zu begeistern. Irgendwann wird das zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung», so der Bundesliga-Kenner.

Nun zur Schweizer Nati?

Eine Zukunft bei der Nationalmannschaft kann sich Osterhaus weniger vorstellen. «Ich sehe ihn eigentlich eher als Klubtrainer, der sehr viel Zeit mit seiner Mannschaft im Trainingsalltag verbringen will. Eine Nationalmannschaft würde ihn wohl nicht ausfüllen.»

Inwiefern das fehlende Publikum einen Unterschied gemacht hat und was Osterhaus vom teils angespannten Verhältnis zwischen Favre und der BVB-Führung hält, erfahren Sie im Audiobeitrag oben.

Radio SRF1, Abendbulletin, 12.12.20, 17:50 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Carlo Steiner  (champ1)
    Letztlich ist die Ausbeute von Favre dürftig!
    In der gesamten Bundesliga-Zeit hat Favre als Trainer bis dato noch keinen Titel gewonnen!
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  • Kommentar von Max Flobim  (Superwoman)
    Ich kenne Osterhaus nicht, aber er anscheinend die Bundesliga. Schön dann müssen wir ihm ja fast glauben. Favre isr ein toller Trainer, sonst hätte er nicht Zürich, Gladbach, Nizza so weit gebracht. Berlin war übrigens auch nicht schlecht. Dortmund wird irgendwann mal an seiner Selbstüberschätzung „sterben“. Ausser Hitzfeld und Klopp konnte Dortmund nicht....
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  • Kommentar von Arthur Müller  (Arthur)
    Mit diesen Diven im Kader braucht es einen autoritären Coach, der von der Leitung gestützt wird.
    Favre kann mit narzisstischen Diven nicht umgehen. Einen solchen zu finden, dürfte äusserst schwer werden. Und so bleibt der BVB höchstens Nummer 2.
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    1. Antwort von Yvik Meier  (Yvik Meier)
      Mario Balotelli ist wohl einer der selbstverliebtesten Spieler, den die Fussballwelt in den letzten 10 Jahren gesehen hat. Gerade unter dem Fussballlehrer Favre hatte er seine zwei erfolgreichsten Jahre in Sachen Tore! Die selbstverliebte Führung um Watzke und Zorc braucht einen Trainer, der die Marke BVB weiterbringen kann. Zudem passen stille Schaffer nur eine gewisse Zeit, um Mannschaften wieder an die Spitze zu führen. Für die letzten 10% braucht es schreiende Klopps, Roses oder Nagelmanns.
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    2. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Was sie als schreien bezeichnen, sind Emotionen zeigen. Genau darum geht es auch beim BVB.

      Rose ist nicht wie Klopp oder Nagelsmann. Er verkörpert Ruhe und Sachlichkeit, kann zudem sehr schnell Vertrauen aufbauen, gerade zu Jungen Spielern. Er zeigt auf seine Art, dass er einer von ihnen ist.
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