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Mbabu: «Die Chemie zwischen mir und Wolfsburg stimmt»
Aus Sport-Clip vom 19.03.2021.
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Nati-Verteidiger im Interview Mbabu: Selbstzweifel überwunden, bald «Königsklasse» – und mehr?

Nach schwierigem Beginn hat sich Kevin Mbabu bei Wolfsburg zum Stammspieler entwickelt – hat aber noch nicht genug.

Er ist aus dem Wolfsburger Ensemble nicht mehr wegzudenken: Kevin Mbabu. Erst am Montag hatte es der Schweizer nach einer weiteren überzeugenden Leistung beim 5:0 gegen Schalke in die «Elf des 25. Spieltags» im renommierten kicker geschafft.

«Das gibt natürlich Selbstvertrauen», verrät der Aussenverteidiger im Skype-Interview mit SRF Sport. «Vor allem auch, wenn einen dann Familienmitglieder oder Mitspieler darauf ansprechen.» In der Kabine der «Wölfe» werde die kicker-Elf unter einigen Spielern stets heiss diskutiert.

Es war hart am Anfang. Ich habe mich da auch gefragt, ob ich überhaupt gut genug bin.
Autor: Kevin Mbabuüber seinen Start bei Wolfsburg

Wolfsburg setzt Worte in Taten um

Mbabu spielt seit knapp 2 Jahren für die «Wölfe». Nach seinem Weggang von YB im Sommer 2019 schloss er sich dem – wie er sagt – «ebenfalls sehr ambitionierten» Wolfsburg an.

Die Zielsetzungen beim VfL hätten den Ausschlag für den Wechsel gegeben. «In meiner ersten Saison wollten wir uns in den Top 7 festsetzen – das haben wir geschafft. Für diese Spielzeit haben wir die Champions League anvisiert und sind bereits wieder auf sehr gutem Weg.» Tatsächlich grüsst der VfL derzeit vom etwas überraschenden 3. Tabellenplatz.

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Mbabu: «Mehmedi ist für mich wie ein Papa»
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Für Mbabu persönlich war der Start bei den «Wölfen» 2019 etwas harzig verlaufen; er wurde für 12 der ersten 14 Liga-Spiele nicht einmal aufgeboten. «Es war hart am Anfang. Ich habe mich da auch gefragt, ob ich überhaupt gut genug bin. Ich sagte mir aber, dass ich einfach weiterarbeiten muss.» Als er sich endlich etabliert hatte, warfen ihn eine Bänderverletzung und eine Corona-Erkrankung zu Beginn dieser Saison wieder zurück. «Es war definitiv nicht schön», so Mbabu.

Dank Gegenpressing und «Restverteidigung»

Doch unterdessen ist der ambitionierte 25-Jährige ein Schlüsselspieler und hat grossen Anteil am Erfolg der Wolfsburger. Seit Mitte Januar hat sein Team in 9 Bundesliga-Spielen nur 2 Gegentore erhalten (beim 1:2 gegen Hoffenheim). Die starken Resultate spricht Mbabu aber nicht nur «seiner» Verteidigung zu: «Das beginnt bereits in der Offensive. Wir pressen sehr gut und lassen dem Gegner kaum Platz. Daraus resultiert die beste Defensive der Liga gemeinsam mit Leipzig.»

Den Erfolg ortet Mbabu auch in der von Wolfsburg exzellent praktizierten «Restverteidigung» – ein Wort, das auch der gebürtige Genfer aufgeschnappt hat. Mbabu erklärt: «Wenn man sich im Angriff befindet, muss man bereits nahe bei seinem Gegenspieler stehen, um Konter zu vermeiden.»

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Mbabu erklärt Wolfsburgs Erfolgsrezept «Restverteidigung»
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Das erklärte Saisonziel «Top 4» ist mit derzeit 6 Punkten Vorsprung auf Platz 5 in greifbarer Nähe. «Natürlich ist die Champions League bereits in unseren Köpfen», so Mbabu, aber «es ist noch ein weiter Weg. Wir spielen noch in Leipzig und empfangen Dortmund und die Bayern, das wird nicht einfach.»

Gegen Bulgarien und Litauen zählen nur 6 Punkte

In einer Woche steht für Mbabu aber zuerst die nächste Nati-Zusammenkunft an: Mit der Schweiz geht's im Rahmen der WM-Qualifikation 2022 gegen Bulgarien und Litauen. Zwei Siege sind für den 25-Jährigen das erklärte Ziel. «Das sind sicher machbare Gegner. Aber natürlich dürfen wir sie auch nicht unterschätzen.»

Nicht nur mit Wolfsburg oder mit der Nati, auch für seine persönliche Zukunft zeigt sich Mbabu sehr ambitioniert: «Ich möchte eines Tages bei einem der 5 oder 10 besten Klubs Europas spielen.» Zunächst gilt sein Fokus aber Wolfsburg, mit dem am Samstag das Auswärtsspiel in Bremen auf dem Programm steht.

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Mbabu: «Wenn die Fans mit dem Schiri uneinig sind – das fehlt»
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Radio SRF 3, 15.03.21, 16:30 Uhr;

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