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Real in der Krise Der «schlechteste Zidane» vor dem wichtigsten Clasico

Am Sonntag kommt es zum Knaller gegen Barcelona. Im Fokus steht Real-Coach Zinédine Zidane.

Zinédine Zidane.
Legende: Unruhige Zeiten Real-Trainer Zinédine Zidane. imago images

Real Madrid steckt mitten in jenen Wochen der Saison, in denen man nichts gewinnen, aber alles verlieren kann. Eröffnet wird der «März der Wahrheit» am Sonntag im Santiago Bernabeu mit dem stets hitzigen Clasico gegen Barcelona. Dann heisst es verlieren verboten. Aus mehreren Gründen:

  • Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf Barcelona nach 26 von 38 Runden schon satte 5 Punkte betragen.
  • In den letzten 5 Pflichtspielen gab es für die «Königlichen» bei 3 Niederlagen nur einen Sieg.
  • Der Stimmung für die Herkules-Aufgabe im Achtelfinal-Rückspiel bei Manchester City (17.3.) wäre eine Pleite alles andere als zuträglich.

Nach der Niederlage gegen ManCity schrieb die Marca vom «schlechtesten Zidane», der seinem Team «Qualität weggenommen» habe. Grund dafür: ein Personalentscheid. Zinédine Zidane hatte Toni Kroos auf der Bank gelassen. Jorge Valdano, Weltmeister von 1986 und früherer Real-Profi, rätselte: «Mit Kroos muss etwas los sein, sonst müsste er doch jetzt, wo Madrid die Kontrolle verliert, aufs Feld kommen.»

Ins selbe Horn stiess ManCity-Spieler Ilkay Gündogan. «Ich dachte erst, er wäre verletzt. Wir haben ihn erwartet. Wenn er spielt, ist er ein Anker», meinte Kroos' Nationalteam-Kollege. Zidane erklärte schmallippig: «Taktischer Entscheid.» Spanische Medien mutmassen, er habe auf den torgefährlicheren Isco gesetzt. Trotz Treffer des Spaniers ging es in der Endabrechnung schief, und der königliche Haussegen hängt wieder schief.

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ManCity gewinnt bei Real Madrid
Aus Sport-Clip vom 27.02.2020.
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Entsprechend gross war das Wehklagen der Madrider Medien. «Abgestürzt», titelte die Marca. In der Champions League sei nun ein «Wunder nötig». Im heimischen Santiago Bernabeu habe nur noch der Gastgeber selbst Lampenfieber.

Mit einem Erfolg im Clasico könnten die Madrilenen ihre Kritiker Lügen strafen. Unantastbar wirkt Barcelona, das bereits 4 Liga-Niederlagen (und damit mehr als in der gesamten Vorsaison) hinnehmen musste, nicht. Lionel Messi und Co. wirkten beim 1:1 bei Napoli oft uninspiriert. Die Gelegenheit für den «schlechtesten Zidane» zum «Tabellenführer Zidane» zu werden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.2.2020, 20 Uhr

pro/agenturen

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