Zum Inhalt springen

Header

Audio
Batz hext Saarbrücken zum Sieg (T.Wollscheid, ARD)
abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
Inhalt

Saarbrücken-Keeper historisch Batz: Elfmeterkiller schlägt Assistgeber

Geldsegen und Fussball-Historie: Saarbrückens Keeper stellt auch seinen starken Konterpart Kastenmeier in den Schatten.

Florian Kastenmeier wird den 3. März 2020 wohl nie wieder vergessen. Der Keeper gastiert mit seiner Fortuna Düsseldorf in der Fussballprovinz Völklingen. Anlass: Der Viertelfinal des DFB-Pokals beim Regionalligisten Saarbrücken. Mit der Blamage vor Augen geht Kastenmeier bei einem Eckball in der 90. Minute mit nach vorne. Tatsächlich kommt er per Kopf an den Ball, liefert die Vorlage zum späten 1:1.

Rund eine halbe Stunde später steht der Goalie wieder im Fokus: Penaltyschiessen. Dort pariert Kastenmeier 2 Schüsse, ein weiterer Saarbrücken-Elfmeter geht über das Tor. Doch weshalb der Fortuna-Schlussmann den denkwürdigen Abend nicht mehr aus dem Kopf bringen wird: Matchwinner ist der gegnerische Keeper.

Das ist die grösste Sensation seit der Geburt Christi!

Denn die Glücksgöttin trägt an diesem Dienstag entgegen ihrem Namen ein Saarbrücken-Trikot. Regionalliga-Keeper Daniel Batz gelingt es, im Elfmeterschiessen um den Halbfinal-Einzug unglaubliche 4 Penaltys zu halten. Oder wie Klub-Ikone Dieter Ferner frohlockt: «Die grösste Sensation seit der Geburt Christi!»

Batz hext erstmals einen Vertreter aus der vierthöchsten deutschen Liga in den Halbfinal des DFB-Pokals. Das ist neben einem Eintrag in die Annalen des Sports auch viel Geld wert. Die Pokal-Prämie steigt auf knapp 5,4 Millionen Euro.

Schon in der regulären Spielzeit war Rouwen Hennings vom Punkt aus an Batz gescheitert. Dass dem Mann des Spiels hinterher nach eigener Aussage die Finger schmerzten, sei es mehr als wert. Wer ist der 29-Jährige, der die Saarländer plötzlich von Berlin träumen lässt?

Bundesliga-Debüt zum Vergessen

Als Ersatzkeeper von Freiburg kam der in Erlangen geborene 1,90-Meter-Mann zu seinem ersten und bislang letzten Bundesliga-Einsatz. In der letzten Runde der Saison 2011/12 stand er gegen Dortmund zwischen den Pfosten – und musste sich 4 Gegentore einschenken lassen.

Nun lautet Batz' Plan, mit Saarbrücken in die 3. Liga aufzusteigen. Die Aussichten für den klaren Tabellenführer der Regionalliga Südwest sind rosig. Und selbst, wenn das nicht gelingen sollte: Mit seinem Auftritt gegen Düsseldorf hat Batz wohl auch bei anderen Klubs Begehrlichkeiten geweckt.

Sendebezug: sportaktuell, SRF zwei, 22:20 Uhr, 03.03.2020

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Guido Poliwoda  (Widu)
    Die Aussage von Herrn Ferner, dies sei "die grösste Sensation seit der Geburt Christi" lehne ich als übertrieben, blasphemisch ab. Der Fussball in Deutschland fungiert langsam als eine Ersatzreligion. Ausserdem hat die Geburt Jesu nichts mit einer Friezeitbeschäftigung zu tun! Ich bin selbst Fussballer und gehe oft ins Stadion, aber in Zeiten, in denen Herr Hopp laufend beleidigt wird und die Fangewalt eskaliert, sollte man mit solchen Kommentaren vorsichtig sein.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Bei den all diesen Penaltys habe ich selten gesehen, dass der Torhütter mit beiden Beinen auf der Linie stand.
    (Die St. Galler Metode ist einzigartig auf der Welt). Bieri Bern!
    1. Antwort von Markus Wahl  (M.Wahl)
      Es kommt drauf an, was der Schiedrichter entscheidet. Nicht was wir auf einem Tweet sehen.
      Ganz einfach.
  • Kommentar von Peter Zeidler  (P.Zeidler)
    Und war der Torhüter bei jedem gehaltenen Elfmeter bei Schussabgabe auf der Torlinie? ;)
    1. Antwort von Markus Wahl  (M.Wahl)
      Ja, sonst hätte der Schiri wiederholen lassen, smile