Derek McInnes sprach wütend von einer «widerlichen Entscheidung». Der Trainer von Heart of Midlothian hatte das Gefühl, «dass wir gegen alle ankämpfen». Gegen die Schiedsrichter und die Videoassistenten, gegen die gesamte schottische Liga und vor allem: gegen Celtic Glasgow.
Weil der Rekordmeister am vorletzten Spieltag tief in der Nachspielzeit einen umstrittenen Handelfmeter zugesprochen bekam, der zum 3:2-Sieg beim FC Motherwell führte, kommt es am Samstag (13:30 Uhr) zwischen Celtic und Tabellenführer Hearts zu einer «Finalissima». Die Gäste, die einen Punkt Vorsprung haben, wären der erste Champion, der nicht Celtic oder Rangers heisst, seit dem FC Aberdeen von Sir Alex Ferguson 1985.
Knicken Hearts wieder ein?
Viele Hearts-Fans fürchten die Geister der Vergangenheit: Schon 1965 und 1986 hatte der Klub aus Edinburgh, der seine vierte und bislang letzte Meisterschaft 1960 feierte, die grosse Chance auf den Titel am letzten Spieltag vergeben – beim ersten Mal jubelte am Ende der FC Kilmarnock, beim zweiten: Celtic.