Gross war die Enttäuschung im Inter-Lager Anfang Juni 2025, als der Abgang von Trainer Simone Inzaghi nach Saudi-Arabien bekannt wurde – trotz der verpassten Meisterschaft (Napoli holte den Titel) und dem verlorenen Champions-League-Final gegen Paris St-Germain.
Inzaghi war bei Spielern und Fans beliebt. Auf den Italiener folgte mit Cristian Chivu zwar eine Klublegende. Doch der Trainer-Leistungsausweis des Rumänen, der 169 Mal für Inter auflief, warf Fragen auf. Wird er, der im Profi-Bereich lediglich Parma während 13 Partien mässig erfolgreich betreut hatte, Inter zurück zum Erfolg führen?
Inters prägende Figuren 2025/26
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Bild 1 von 5. Der Rückhalt: Yann Sommer. Der Ex-Nati-Goalie war auch in dieser Saison wieder die unangefochtene Nummer 1 bei Inter. Sommer absolvierte fast alle Liga-Spiele und sämtliche CL-Partien. Der 37-Jährige hatte sehr starke, aber auch schwächere Partien. Die Gerüchte mehren sich, dass Inter im Sommer einen neuen Stammkeeper verpflichten will. Bildquelle: Imago/LaPresse.
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Bild 2 von 5. Der Abwehrchef: Manuel Akanji. Der Nati-Spieler war im September 2025 bei Manchester City nicht mehr erwünscht. Inter nutzte die Chance und lieh Akanji mit einer Kaufpflicht aus. Geholt wurde der 30-Jährige als Abwehrboss und diese Rolle erfüllte er. Von allen Innenverteidigern erhielt er die meisten Einsätze. Bildquelle: Imago/Marco Canoniero.
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Bild 3 von 5. Der Flügelläufer: Federico Dimarco. Mit heutigem Blick auf den italienischen Nationalspieler muss man sich fast fragen, wie dieser 2017 beim FC Sion landen konnte – ohne den Wallisern zu nahe treten zu wollen. Dimarco hat sich als Weltklasse-Aussenverteidiger etabliert. Seine Flanken sind gefürchtet, er lieferte mit Abstand die meisten Vorlagen in der Serie A. Bildquelle: Imago/Nicolo Campo.
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Bild 4 von 5. Die Antreiber: Hakan Calhanoglu und Nicolò Barella. Nach der Schlappe im CL-Final gegen PSG gerieten Lautaro Martinez und Calhanoglu aneinander. Calhanoglus Zukunft bei Inter schien ungewiss. Doch der Türke kämpfte sich ins Team zurück und lieferte ab, erzielte zahlreiche Tore. Wichtig war einmal mehr auch Calhanoglus Kollege im zentralen Mittelfeld: Dauerbrenner Barella. Bildquelle: Imago/Marco Canoniero.
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Bild 5 von 5. Die Goalgetter: Lautaro Martinez & Marcus Thuram. Wie in der Meistersaison 2023/24 ging Captain Martinez erneut als bester Torschütze des Teams voran. Dass es nicht so viele Tore wurden wie vor 2 Jahren, lag auch an verletzungsbedingten Ausfällen. Sein Sturmpartner Thuram netzte auch in seiner 3. Inter-Saison zweistellig ein. Der Franzose hatte aber ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen. Bildquelle: Imago/Xinhua.
Lachendes und weinendes Auge
Diese Frage kann mit «Ja» beantwortet werden. Chivu hat es in seiner 1. Saison geschafft, mit einer erfahrenen Truppe um Goalie Yann Sommer und Abwehrchef Manuel Akanji die Serie A zu gewinnen. Interessant: Sommer und Akanji absolvierten von allen Spielern die meisten Minuten.
Ein Makel bleibt aber bestehen: Das verdiente Out in den Champions-League-Playoffs gegen Aussenseiter Bodö/Glimt.