Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Inter erhält wegen Rassismus 2 Stadionsperren abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Inhalt

Toter nach Strassenschlachten Rassismus-Eklat, viel Gewalt und 2 Stadionsperren für Inter

Der italienische Fussball versinkt kurz vor Jahresende wieder einmal im Chaos. Schuld daran sind Fans von Inter Mailand.

Die Bilder erinnern an Kriegsszenen. Verwüstungen in den Strassen, brennende Autos, verletzte Menschen. Vor dem Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion war vor dem Spiel zwischen Inter und Napoli am Stephanstag der Teufel los. Die Mailänder Ultras traten als Aggressoren auf und hatten am Ende selbst einen Toten zu beklagen.

Gewalt in den Strassen, ...

Gemäss Angaben der Polizei hatten rund 100 Inter-Fans einen Mini-Bus mit Ultras aus Neapel angegriffen. Was danach passierte, ist noch unklar: Wahrscheinlich fuhr der Mini-Bus in die angreifende Menge und überfuhr einen 35-jährigen Norditaliener aus Varese – ein der Polizei bekannter Mann. Er erlag seinen Verletzungen im Spital.

... Rassismus im Stadion

Die beiden Teams und die meisten der rund 64'000 Zuschauer im Giuseppe Meazza wussten von den Vorfällen in den Seitenstrassen des Stadion-Quartiers nichts. Doch auch für sie hielten die Inter-Ultras ihre unwürdige Show bereit. Wie so oft, wenn Napoli im Norden antritt, gab es Schmähgesänge mit rassistischem Inhalt

Mailands Polizei-Chef fordert nun strenge Konsequenzen. Es brauche «etwas Radikales». Die Curva Nord soll bis Ende März gesperrt werden. Einen ersten Entscheid hat die Lega Calcio bereits gefällt. Inter muss seine nächsten beiden Heimspiele gegen Sassuolo und Bologna unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Innenminister mit Nähe zur Ultra-Szene

Auch Innenminister Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord meldete sich zu Wort: «Man darf nicht wegen eines Fussballspiels sterben.» Er werde Anfang nächstes Jahr die Verantwortlichen der Fan-Gruppierungen und die Klubs zu Gesprächen aufbieten.

Salvini ist bekennender Milan-Fan und hat sich erst vor wenigen Tagen bei einem Treffen zum 119. Geburtstag seines Lieblingsvereins mit führenden Köpfen aus der Mailänder Ultra-Szene ablichten lassen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 27.12.2018, 17:30 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andrin Brändle  (finaleweisheit)
    Salvinis "Treffen" war anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Curva Sud Milano in der Arena Civica und nicht wegen dem Geburtstag der AC Milan.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Ammann  (staibogg)
    Warum, liebes SRF, wird einmal mehr von "Fans" gesprochen? Das sind keine Fans, sondern Chaoten, Hooligans, Gewaltsuchende. Diese Leute missbrauchen den Fussball und rücken uns echte Fans, die einfach Freude am Sport oder einer Mannschaft haben, in ein falsches Licht. Bitte sprecht nicht mehr von Fans, wenn es um Gewalt geht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
      Zudem lebt in Mailand die berüchtigte Clangruppierung aus Mittelamerika mit seinen 2000 Miglieder, diese Zetteln viel Gewalt an um Mailand. Wirklich nur die Ultras oder Fans? Viele Behörden sind überfordert oder stehen im Regen gegen diesen Clan. Ausschaffen will sie niemand, da man offen und lieb ist zu Neuen Mitbürger....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen