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Union bleibt oben «Schlussendlich»: Fischers Bierdusche und ein Feuerwerk

Union Berlin jubelt über den Klassenerhalt und will jetzt noch den Stadtrivalen hinter sich lassen.

Urs Fischer
Legende: Jubel nach dem Schlusspfiff Urs Fischer führt sein Team zum Liga-Erhalt. Keystone

Was wäre das für eine Party gewesen in der Alten Försterei: Union Berlin schafft vor 22'000 Zuschauern unerwartet früh den Liga-Erhalt. Doch Corona hatte andere Pläne. Auf der Tribüne sitzen nur einige Ergänzungsspieler, als sich die «Eisernen» ein 1:0 über Paderborn erzittern.

Im Wäldchen neben dem Stadion singen ein paar Unentwegte, obwohl der Klub die Fans gebeten hatte, nicht zum Stadion zu kommen. Nach dem Schlusspfiff geht es aber locker zu und her. Die Fans feiern – abgeblockt von Sicherheitskräften – mit einigen Spielern den Klassenerhalt.

So feiern Fans und Spieler

«Schlussendlich»

Coach Urs Fischer und der Staff ziehen sich T-Shirts mit dem Aufdruck «Schlussendlich» über – eine Hommage an Fischer, der das Wort durch die häufige Verwendung in Interviews in Berlin eingeführt hat. Der Coach erhält dann noch die obligate Bierdusche.

Wir werden die Feierlichkeiten nachholen.
Autor: Christopher TrimmelKapitän Union Berlin

Geschäftsführer Oliver Ruhnert sagt: «Vor allem ist es für die, die gerade da hinten ein Feuerwerk zünden, eine Riesensache, dass dieser Verein jetzt ins zweite Jahr in die Bundesliga geht.»

Ich habe der Mannschaft gesagt, wir müssen den Menschen eine zweite Saison geben, die erste ist uns ein bisschen genommen worden.
Autor: Dirk ZinglerPräsident Union Berlin

Gemeint sind die Fans, die ein paar Böller krachen lassen – und die in normalen Zeiten die Alte Försterei in einen Hexenkessel verwandeln. 24 der bislang 38 Punkte hat Union zuhause geholt und ist damit das siebtbeste Heimteam der Liga.

Eine tolle Saison, die wir gespielt haben. Es ist eine Mannschaft, die zusammenhält.
Autor: Urs FischerTrainer Union Berlin

Wer wird «Stadtmeister»?

Auch Stadtrivale Hertha wurde im November zuhause mit 1:0 bezwungen. Das Rückspiel vor gut drei Wochen ging zwar 0:4 verloren, doch nun sind die beiden Berliner Klubs wieder punktgleich.

Fischer, der aufgrund seiner bodenständigen Art bei den Fans sehr beliebt ist, ist das Fernduell mit Hertha kurz nach Abpfiff noch egal, ehe er gegenüber der Berliner Zeitung ergänzt: «Ich glaube, in zwei, drei Tagen sieht es dann ein bisschen anders aus.»

Geschäftsführer Ruhnert verrät, dass sich die Spieler vor der Saison das «ambitionierte» Ziel gesetzt hatten, 40 Punkte zu holen. Vielleicht reicht das schon, um «Stadtmeister» zu werden.

Radio SRF 1, Abendbulletin, 16.06.2020, 22:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    Zuerst müssten sie sich qualifizieren um danach um den Aufstieg zu kämpfen.
    Glauben Sie wirklich, dass St. Gallen, Basel od. YB sich gegen Bielefeld, dem HSV oder resp. und den VFB Stuttgart sich durchsetzen würden und dann Fortuna, Bremen oder Mainz schlagen könnten?
    Ich denke eher nicht...
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  • Kommentar von Alfred Signer  (Giacobbo)
    Bin nicht ihrer Meinung. Die drei momentanen Spitzenclubs der Schweiz könnten sicher in der Bundesliga bestehen. Da werden in der hinteren Tabellenhälfte z.T. ziemlich biedere Leistungen geboten, die sogar auch in der 2. Bundesliga nur für die untere Tabellenhälfte reichen würden.
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  • Kommentar von Georg Fischer  (SGF)
    Es sei daran erinnert dass Urs Fischer damals den FC Basel verlassen musste, trotz Leistungsausweis,weil als für nicht gut genug befunden. Mit Union Berlin schaffte er den Aufstieg von der knallharten 2 in die 1.Bundesliga und konnte sich nun dort behaupten,in einer Liga in der FCB auch heute nichts zu suchen hätte.Sensationsfussball verbunden mit illusorischen Champions-League Träumen wurde damals seriöser,schnörkelloser Arbeit vorgezogen.Resultat: bekannt.
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    1. Antwort von Richard Liu  (richard-liu)
      Er musste den FCB verlassen, weil er keine rotblauen Genen hatte. Naja, inzwischen ist der Sportminister gegangen, bzw. hantiert im Hintergrund, bzw. per Proxy, die Finanzen des Klubs sind besorgniserregend, und der Klub droht mit (nicht an) dem Coronavirus zu sterben.
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