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Viele wollen zu Ende spielen Wie weiter in Europas Fussball-Ligen?

Wie und wann wird in der Schweiz und in den fünf europäischen Topligen mit der Meisterschaft fortgefahren? Ein Überblick.

Blick ins leere Stadion von Borussia Dortmund. Der Himmel ist blau, die Sone strahlt.
Legende: Bestes Fussballwetter, aber kein Fussball Wann rollt der Ball in Europas Topligen wieder? Keystone

In Europas Fussball-Ligen wird seit Wochen kontrovers diskutiert, wie es in der Corona-Krise weitergehen kann. Wir liefern hier einen Überblick, wie der Stand der Dinge in den wichtigsten Meisterschaften ist.

Schweiz: Was wird am 29. April entschieden?

Die Swiss Football League (SFL) möchte die Meisterschaften in den beiden obersten Ligen unbedingt zu Ende spielen. In den Augen der SFL sind Geisterspiele die einzige Möglichkeit. Hierzu wurden Konzepte ausgearbeitet. Der Bundesrat will am 29. April betreffend Sport/Fussball informieren – dann sollten die Rahmenbedingungen konkreter sein. «Wir müssten wohl spätestens Anfang Juni wieder einsteigen», meinte Claudius Schäfer, der CEO der SFL.

Video
Schäfer über das Wunschszenario und den Zeitplan
Aus Sport-Clip vom 22.04.2020.
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Deutschland: Im Mai soll es weiter gehen

Die Deutsche Fussball Liga plant eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Zuschauer am 9. Mai. Ziel sei es, die Durchführung von Spielen «mit medizinisch vertretbarem Risiko» zu gewährleisten. Es sollen engmaschige Corona-Tests durchgeführt werden. Zudem dürfen sich in und um die Stadien nicht mehr als 300 Personen aufhalten. Am 30. April konferieren Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten. Frühestens dann kann abgeschätzt werden, ob der 9. Mai ein realistisches Datum ist.

England: WM-Szenario steht im Raum

Die 20 Premier-League-Klubs haben in der vergangenen Woche noch einmal bekräftigt, die derzeit unterbrochene Saison in jedem Fall zu Ende spielen zu wollen. Eine Frist legten die Klubs allerdings nicht fest. Zuletzt war bereits über verschiedene Szenarien spekuliert worden – zum Beispiel zentralisierte Geisterspiele im Stile einer Fussball-WM.

Österreich spricht sich für Geisterspiele aus

Die Klubs der österreichischen Bundesliga haben sich auf ein Konzept für mögliche Geisterspiele geeinigt. Wie die Liga mitteilte, sieht der Plan eine Limite von 200 Leute pro Stadion vor. Ob die «Geister»-Matches tatsächlich stattfinden können, liegt nun in der Hand des Sportministeriums. Ausserdem sind regelmässige Tests auf das Coronavirus bei Spielern und Referees sowie allen Staffmitgliedern vorgesehen. Die Liga hat unter anderem festgelegt, dass die Testergebnisse der Akteure am Spieltag bis spätestens um 10 Uhr bekannt sein müssen.

Spanien: Die Hoffnung lebt

Es gibt einen Hoffnungsschimmer, die Saison in Spanien doch noch zu retten. Sport-Staatssekretärin Irene Lozano hat diese Woche erstmals erklärt, dass die Klubs aus der Primera Division wieder ins Training einsteigen dürfen. Einen Termin gibt es jedoch noch nicht. Es gehe, sagte Lozano, «um die ökonomische Dimension des Fussballs». Einen Saisonabbruch lehnt die Liga ab.

Italien: Saisonende hinausgeschoben

Eine Entscheidung über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs soll in den kommenden Tagen fallen. Verbandspräsident Gabriele Gravina wünscht sich eine Saisonfortsetzung Ende Mai. Zuvor sollen alle Spieler in Sportzentren für drei Wochen unter Quarantäne gestellt und regelmässig auf das Virus getestet werden. Die Frist für das Saisonende wurde vorsorglich bis zum 2. August verlängert.

Frankreich: Fortsetzung Mitte Juni?

Im französischen Fussball soll ab Mitte Juni wieder der Ball rollen. Wie die französische Liga (LFP) am Freitagabend mitteilte, habe man diesen Wunschtermin derzeit fest im Visier. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Behörden in den kommenden Tagen die derzeit herrschenden landesweiten Beschränkungen etwas lockern. Die Finals im Cup und im Ligacup würden nach Ansicht des LFP-Präsidenten Noel Le Graet bestenfalls bereits vorher ausgespielt.

Kein Meister in den Niederlanden

In den Niederlanden gibt es nach dem Abbruch der Fussballsaison wegen der Coronavirus-Pandemie keinen Meister. Das entschied der Verband KNVB nach einer Sitzung mit den Vereinen. Auch Auf- und Absteiger gibt es nicht. Ajax Amsterdam wird allerdings mit Blick auf den Einzug in die Champions League für die Playoffs gesetzt. Der Rekordmeister lag mit AZ Alkmaar punktgleich an der Tabellenspitze, hatte allerdings die bessere Tordifferenz.

Radio SRF 4 News, 24.4.20, 08:18 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Statt Zeit zu verwenden mit dem durchzwängen des Spielsaison. Würden die Clubs lieber alle Kassensturz machen diese Veröffentlichen und zusammen einen Plan erarbeiten wie man den Fußball neu Aufstellen will. Den es ist eine Tatsache das der Prof Fussbal sich Neu Aufstellen muss. Gelder werden nicht so fließen. Meine Befürchtung, die Realität ist bei den Fußballern und Fans nicht wirklich angekommen, die wollen so schnell wie möglich so weiterfahren wie vorher und das geht mit Sicherheit nicht!
  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Verantwortungslos. Aber von der Fussballwelt war nichts anderes zu erwarten. Für Geld tut man da alles.
  • Kommentar von Aaron Egli  (Aaron E.)
    Vielen Dank für die Berichterstattung!

    Ob die Fortsetzung der Ligen ohne Zuschauer für die Klubs finanziell gut ist? Wir werden sehen...
    1. Antwort von Roland Wenger  (Roland T. Wenger)
      Für die 5 Topligen schon. TV Gelder PL 4 Milliarden. Bl 1.2 Milliarden. Sl 30 Milliönchen
    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Ich kann nur sagen das @Wenger was Spanien betrifft schon mal Falsch liegt. Da hat Movistar die Übertragungsrechte, die Abo sind teuer und werden grössten Teils von Bars gekauft, da mehrheitlich dann die Spanier die Spiele in den Bars sich ansehen. Die Bars haben geschlossen und ihre ABO gekündigt. Und wieso soll in der Wirtschaftskrise nun der Spanier ein ABO kaufen, wenn er es sich schon in guten Zeiten nicht leisten konnte? Kommt dazu das viele Großsponsoren Einsparungen vornehmen werden.