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Gefühlte Niederlage für Dortmund (Marc Eschweiler, ARD)
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.
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Zukunft aber ungewiss Favre sitzt auch in Barcelona auf der BVB-Bank

Für Lucien Favre wird die Luft als Trainer von Dortmund nach dem 3:3 daheim gegen Paderborn wieder dünner.

Favre bleibt aber auch nach der Dortmunder Blamage gegen das Bundesliga-Schlusslicht (vorerst) im Amt. Der 62-Jährige wird in der Champions-League-Begegnung am Mittwoch beim FC Barcelona (20:30 Uhr, SRF zwei) auf der Bank der Borussia sitzen. Dies bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dem kicker.

Nach dem 3:3 gegen Aufsteiger Paderborn gab es in der Nacht auf Samstag lange Krisengespräche. Von einer Entlassung Favres sehen die BVB-Verantwortlichen aber (noch) ab.

Er stellt uns jedes Mal super ein. Wir sind dafür verantwortlich, auf dem Platz unsere Leistung zu zeigen.
Autor: Marco Reus

Lange Sitzung der Klub-Führung

Knapp 2 Stunden habe die BVB-Führung um Klubchef Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc nach dem Spiel getagt. Mit dabei seien auch Klub-Justiziar Robin Steden, der Anwalt und Watzke-Vertraute Thilo Igwecks sowie Watzkes Sohn André gewesen. Favre bekomme demnach noch «ein Schicksalsspiel» in Barcelona. Zorc hatte nach Spielschluss einen Trainerwechsel vor dem Barcelona-Spiel nicht ausgeschlossen. «Morgen ist auch noch ein Tag», sagte er.

Sagen wir es mal so, wir tun uns im 4-1-4-1 leichter zu pressen.
Autor: Mats Hummels

Die Ruhr Nachrichten schrieben, dass Favre, seine Co-Trainer, Kapitän Marco Reus und Lukasz Pisczcek das Stadion erst 3 Stunden nach dem Abpfiff verlassen hätten. Das Team versammelte sich am Samstag auf dem BVB-Trainingsgelände hinter verschlossenen Türen.

Kritik und Unterstützung für Favre

Gesprächsbedarf besteht allemal. Nach dem 3:3 gegen Paderborn äusserte Mats Hummels leise Kritik an Favres Ausrichtung in der 1. Halbzeit, in welcher der BVB 0:3 in Rückstand geriet. «Sagen wir es mal so, wir tun uns im 4-1-4-1 leichter zu pressen», sagte Hummels.

Favre hatte den BVB gegen Paderborn in einem 4-2-3-1 beginnen lassen und erst in der 2. Halbzeit auf das von Hummel präferierte System umgestellt. Captain Reus nahm Favre hingegen in Schutz: «Er stellt uns jedes Mal super ein. Wir sind dafür verantwortlich, auf dem Platz unsere Leistung zu zeigen.»

Erste «Trainer raus»-Rufe

Die Spieler wurden von den Fans nach Spielschluss mit einem Pfeifkonzert in die Garderobe verabschiedet, erstmals waren auf der Südtribüne auch «Trainer raus»-Rufe zu vernehmen. Die Unruhe, die schon nach dem 0:4 in München vor 2 Wochen aufgeflammt war, ist nach der gefühlten Niederlage am Freitag zurück beim BVB.

Sendebezug: Radio SRF 1, 23.11.2019, 07:00 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Miri Babe  (mi.ba.)
    alle, die hummels kritisieren, sollten sich besser informieren. er hat nämlich auch gesagt, dass über den trainer nicht gesprochen werden muss. der mediale druck ist riesig was favre betrifft. ich hoffe sehr, dass der bvb dem stand hält und favre weiter behält. eine entlassung macht aus meiner sicht nur sinn, wenn er innerhalb der mannschaft keine rückendeckung mehr hat und diese nicht mehr an ihn glaubt.
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  • Kommentar von Othmar Eberhard  (Othmar Eberhard)
    Hummels sollte eigentlich die Abwehr festigen. Seine Leistungen sind weit unter den Erwartungen. Ein,wenig Selbstkritik wäre da angebracht. Bundestrainet Löw hat dies wohl richtig erkannt
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  • Kommentar von Emanuel L. Scherrer  (emlu92)
    Nicht der Trainer ist das Problem sondern die Spieler, die das geforderte nicht umsetzen! Eigentlich sollte man darum die Mannschaft entlassen!;)
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